Normwert, erhöhter und niedriger Hämatokritwert

Ebenfalls wichtig für das Erstellen eines kleinen Blutbilds ist der Hämatokritwert. So lässt sich durch diesen Wert die Anzahl der Erythrozyten im Blut ermitteln.

Von Jens Hirseland

Bedeutung

Bei Hämatokrit handelt es sich um den Anteil sämtlicher festen Blutbestandteile im Blut. Dazu gehören:

  1. die Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
  2. die Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
  3. die Thrombozyten (Blutplättchen)

Durch den Hämatokritwert können Mediziner feststellen, wie zähflüssig das Blut des Patienten ist. Darüber hinaus lässt sich ein Überblick über die Verteilung der Flüssigkeit im Organismus verschaffen.

Normale und veränderte Werte

Zu einem Anstieg des Hämatokrits kommt es, wenn der Flüssigkeitsanteil des Blutes absinkt. Dies hat zur Folge, dass das Blut zähflüssiger wird. Da das Blut dann nicht mehr optimal abfließen kann, erhöht sich das Risiko für ein Blutgerinnsel, was wiederum zur Verstopfung eines Blutgefäßes führt.

Der normale Hämatokritwert beträgt bei Männern 36 bis 48 Prozent. Bei Frauen sind 34 bis 44 Prozent normal. Zu einem zu niedrigen Hämatokritwert kann es aufgrund von Überwässerung, Blutarmut oder Blutverlust kommen.

Ursachen

Ein zu hoher Wert entsteht meist durch:

  • Austrocknung des Körpers
  • Blutverlust
  • Polyglobulie
  • Polycythämia vera

Aber auch bei Rauchern sowie bei chronischen Lungenkrankheiten zeigen sich häufig erhöhte Hämatokritwerte.