21. September 2009
Als Biopsie bezeichnet man eine Entnahme und Untersuchung von Gewebe aus dem Organismus. Sie dient zur Erkennung von möglichen krankhaften Veränderungen der Organe.
Ziel und Zeck einer Biopsie ist die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Körper. Diese Methode kommt zum Einsatz, um präzise Informationen zur Diagnostik oder zu einer Therapieplanung für eine bestimmte Krankheit zu liefern. So können dadurch unter anderem Leberzirrhosen, Magenschleimhauterkrankungen, Prostatavergrößerungen oder Brustkrebs erkannt werden. Prinzipiell können von den meisten Gewebearten, die sich im Körper befinden, Gewebeproben entnommen werden.
Biopsien werden vor allem dann durchgeführt, wenn eine Diagnose mit bloßem Auge nicht erstellt werden kann oder andere Untersuchungsmethoden wie eine Computertomographie oder eine Röntgenaufnahme nicht genug Informationen liefern können. Dies ist vor allem bei Veränderungen des Gewebes wie die Veränderung eines Muttermals, Magenschleimhautveränderungen oder ein Knoten in der Brust der Fall.
Die häufigsten Arten von Biopsien sind die Prostatabiopsie, die bei Verdacht auf Prostatakrebs durchgeführt wird, die Leberbiopsie, um Leberkrankheiten zu diagnostizieren oder zu kontrollieren, die Exzision (Ausschneidung) im Falle eines Hautkrebsverdachts oder die Gebärmutterbiopsie, welche bei Verdacht auf ein Zervixkarzinom (bösartige Veränderung des Muttermundes) zur Anwendung kommt. Bei der Gebärmutterbiopsie sind oftmals operative Eingriffe (Konisationen) nötig, um eine Gewebeprobe aus dem Gebärmutterhals zu entnehmen.
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