9. September 2009
Um bestimmte Herz- oder Lungenerkrankungen zu erkennen, wird ein Belastungs-EKG durchgeführt. Für die Testperson ist diese Untersuchung allerdings mit physischer Anstrengung verbunden.
Bevor es zu einem Belastungs-EKG kommt, müssen im Vorfeld einige Dinge beachtet werden: So darf eine Ergometrie nicht nach einem akuten Herzinfarkt, bei Angina Pectoris (instabile Herzenge), bei Thrombrosen oder Gefäßverschlüssen, bei akuter Entzündung des Herzmuskels oder bei schweren Herzfehlern durchgeführt werden. In manchen Fällen müssen auch bestimmte Herzpräparate vor einer Ergometrie abgesetzt werden. Vor dem Belastungs-EKG wird in der Regel auch ein Ruhe-EKG durchgeführt.
Zu Beginn des Belastungs-EKGs setzt sich die Testperson auf das Fahrradergometer. Danach erfolgt der Anschluss an die Elektroden-Anlage, über die das EKG abgeleitet wird. Um den Blutdruck während des Tests zu ermitteln, wird am Oberarm eine Blutdruckmanschette angelegt.
Nun muss die Testperson eine gewisse Zeit lang auf dem Fahrrad vor sich hin strampeln. Dabei werden dann der Blutdruck, der Puls und die Herzfrequenz gemessen. Die Belastungsintensität wird oftmals alle zwei Minuten um 25 bis 50 Watt gesteigert. Dabei werden nach jeder Belastungsstufe die Daten vom Arzt erfasst.
Da ein Belastungs-EKG ziemlich anstrengend ist, kommen die Testpersonen häufig außer Atem. Dies ist allerdings durchaus beabsichtigt, um die Herzkreislauf-Belastung festzustellen. Kommt es jedoch zu starken Problemen wie Atemnot, Schwindelgefühlen, Angina Pectoris oder Blutdruckabfall, muss das EKG umgehend abgebrochen werden. Generell gilt ein Belastungs-EKG aber als risikolose Untersuchungsmethode. Nur in seltenen Fällen kommt es zu Herzrhythmusstörungen oder zu einer Herzschwäche. In jedem Fall sollte stets ein Arzt bei einer Ergometrie anwesend sein.
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