2. September 2009
Ergibt die ärztliche Diagnose die Notwendigkeit einer Gelenkspiegelung, kommt es zur Durchführung der Arthroskopie. Diese kann entweder ambulant oder auch stationär durchgeführt werden, was von dem Umfang des jeweiligen Eingriffs oder der Stärke der Schmerzen abhängig ist.
Eine Arthroskopie wird entweder unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt, was vom jeweiligen Fall abhängt. Bei der Gelenkspiegelung kommt ein spezielles Arthroskop (Endoskop) zum Einsatz, welches in das betroffene Gelenk eingeführt wird. Über eine winzig kleine Videokamera werden Bilder auf einen Bildschirm übertragen. Außerdem werden zwei Schläuche eingesetzt, die Spülflüssigkeit in das Gelenk einlassen oder wieder absaugen. Über das Arthroskop können auch zusätzlich weitere Instrumente wie ein Messer, eine Schere, Fräsen oder Haken eingeführt werden. So können Schäden am betroffenen Gelenk schon während der Arthroskopie behandelt werden.
Zu Beginn der Gelenkspiegelung wird ein ca. fünf Millimeter langer Einschnitt an der Haut vorgenommen, über den das Arthroskop in das zu behandelnde Gelenk eingeführt wird. Durch das optische System ist das Gelenkinnere auf dem Monitor gut erkennbar. Im Kniegelenk können dadurch beispielsweise Kreuzbänder, Knorpel und Menisken sichtbar gemacht werden. Damit die Details noch besser zu erkennen sind, füllt man das Gelenk mit einer Kochsalzlösung. Gelenkspülungen lassen sich darüber hinaus auch als Therapiemethode anwenden um Knorpelteile, die frei beweglich sind, auszuschwemmen, wie zum Beispiel bei Arthrosen.
In der Regel lassen sich Beschädigungen der Gelenkstrukturen schon während der Gelenkspiegelung beheben. Ist der Einsatz weiterer Instrumente wie Messer oder Schere nötig, wird ein zweiter oder möglicherweise dritter Einschnitt in die Haut vorgenommen. Nach Beendigung der Arthroskopie erfolgt das Verschließen der Einschnitte und die Versorgung der Wunde.
Anschließend erfolgt die Nachbehandlung, die im Normalfall aus einer Physiotherapie besteht. Um die Funktion des betroffenen Gelenkes wiederherzustellen und die Muskulatur wieder zu kräftigen, können Krankengymnastik, Elektrotherapie, Massagen, Bäder, Hydrotherapie oder Wärmepackungen angewendet werden. Diese Nachbehandlungen müssen zumeist mehrere Wochen oder gar Monate durchgeführt werden.
Allgemein gelten Arthroskopien als wenig riskant. Gelegentlich kann es jedoch nach dem Eingriff zu Schwellungen oder Schmerzen kommen. In seltenen Fällen können auch Nachblutungen, Nervenschäden, Infektionen oder Thrombrosen auftreten.
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