6. Oktober 2011
Unter einer Verödung versteht man eine Behandlungsmethode, bei der eine künstliche Vernarbung oder Verhärtung von Gefäßen oder Gewebe vorgenommen wird. Das Verfahren bezeichnet man auch als Sklerotherapie.
Im Rahmen einer Verödung oder Sklerotherapie werden unerwünschte Gefäße verödet, um auf diese Weise möglichen Folgen entgegenzuwirken. Die Methode kommt vor allem bei Krampfadern oder Hämorrhoiden zur Anwendung. Mitunter behandelt man auch Ösophagusvarizen mit einer Sklerotherapie.
In den meisten Fällen führt man eine Verödung bzw. Sklerotherapie zur Behandlung von Krampfadern (Varizen) an den Beinen durch. Dabei werden die lästigen Krampfadern durch das Injizieren eines speziellen Mittels verödet. Die unterschiedlichen Mittel zur Verödung beschädigen die Gefäßwand und die Gefäßinnenschicht, wodurch es zur Entstehung eines Blutgerinnsels kommt. Im weiteren Verlauf wandelt sich die behandelte Vene in einen bindegewebigen Strang um, was zu ihrer Verödung führt. Durch die Sklerotherapie wird das behandelte Gefäß also in einen fibrösen Strang umgewandelt.
Eine Sklerotherapie kann verschiedene Zwecke haben. Dazu gehört in erster Linie die Behandlung von Varizen, um mögliche Folgen zu verhindern. Außerdem sollen bereits bestehende Beschwerden beseitigt oder zumindest reduziert werden. Weitere Behandlungsziele sind das Stoppen von Blutungen und das Verschließen von Beingeschwüren. Ebenfalls von Bedeutung ist das ästhetische Resultat.
Für eine Sklerotherapie geeignet sind Varikoseformen wie Besenreiser, Stammvarizen, retikuläre Varizen, Seiten- oder Astvarikosen, blutende Krampfadern, eine Perforanteninsuffizienz sowie Rest- und Rezidivvarizen. Vor allem bei Varizen von kleinerem Ausmaß wie Besenreisern oder retikulären Varizen gilt die Verödung als bevorzugte Therapie. Eine Sklerotherapie ist jedoch nicht in jedem Fall geeignet. So muss auf eine Verödung verzichtet werden, wenn der Patient allergisch auf das Verödungsmittel reagiert, unter einer schweren Erkrankung leidet, immobil oder bettlägerig ist, oder eine Infektion im Behandlungsbereich oder eine Venenthrombose vorliegt. Auch während der Schwangerschaft ist eine Sklerotherapie zumindest phasenweise nicht zu empfehlen.
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