Verhaltenstherapie News

Stressmanagement senkt bei Herzpatienten Gefahr eines erneuten Infarktes

Herzpatienten, die Stress besser im Griff haben, senken die Gefahr eines zweiten Infarktes. Dies ist das Ergebnis einer Studie schwedischer Forscher vom Uppsala University Hospital.

Sie untersuchten 362 Männer und Frauen, die binnen eines Jahres nach Herzbeschwerden aus der Klinik entlassen worden waren. 192 von ihnen absolvierten neben der herkömmlichen Nachsorge auch noch eine kognitive Verhaltenstherapie. In dieser wurde den Patienten in kleinen Gruppen und nach Geschlechtern getrennt beigebracht, wie sie Stress im Alltag bewältigen können.

Sie zeigten im Laufe des im Durchschnitt 94 Monate dauernden Nachbeobachtungszeitraumes eine 41 Prozent niedrigere Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden oder Herzrhythmusstörungen zu bekommen. Zudem sank die Häufigkeit für einen weiteren Herzinfarkt um 45 Prozent.

Die Forscher vermuten, dass die Probanden nach der Therapie körperlich und auch emotional weniger stressempfindlich sind, was wiederum die Belastung auf Herz und Kreislauf reduziert. Somit empfehlen sie eine solche Maßnahme nicht nur, um die Therapietreue zu fördern, sondern auch einen besseren Therapieerfolg insgesamt zu gewährleisten.

Neben Stress gelten als Hauptrisikofaktoren für einen Herzinfarkt soziale Vereinsamung, Eheprobleme, Ärger im Job sowie Depressionen, Wut und Angstzustände.

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