2. November 2009
Bei bestimmten Erkrankungen wie Krebs kommt eine Strahlentherapie zur Anwendung. Davor wird zunächst ein Behandlungsplan erstellt.
Bevor die Strahlentherapie durchgeführt wird, erstellt man einen individuellen Behandlungsplan, der sich nach der Art der Krankheit richtet. Darüber hinaus wird die Therapie zunächst simuliert. Um sicherzustellen, dass auch immer dieselbe Stelle bestrahlt wird, bringt man Markierungen auf der Haut an. Die Dauer der Behandlung beträgt mehrere Wochen und wird in vier bis fünf Einzeldosen in je einer Woche durchgeführt. In manchen Fällen können auch mehr Einzeldosen verabreicht werden, wobei aber die Strahlendosis gesenkt wird. Durch die Bestrahlung wird Energie freigesetzt und es kommt zu einer Veränderung der bestrahlten Zellstruktur. Da die Zellen die Fähigkeit einbüßen sich zu teilen, kann das Wachstum eines Krebstumors gestoppt werden. Wenn die Zellen absterben, kann der Tumor verkleinert werden.
In den meisten Fällen bestrahlt man eine bestimmte Stelle des Körpers von außen. Bei einem Gehirntumor kann der Körper auch rundum bestrahlt werden, was man als stereotaktische Konvergenzbestrahlung bezeichnet. Eine Behandlungsvariante ist die intraoperative Strahlentherapie, bei der der Tumor während einer Operation mit Elektronen bestrahlt wird, wodurch eine gezieltere Behandlung möglich ist. Eine Strahlentherapie kann aber auch von innen erfolgen, indem man die Strahler direkt in dem Tumor oder in der Speiseröhre platziert. Diese Variante wird als Brachytherapie bezeichnet, zu der die Seeds-Therapie und das Afterloading gehören. Bei der Seeds-Behandlung werden die Seeds, radioaktive dünne Stäbchen zur inneren Bestrahlung in den Körper eingebracht. Beim Afterloading erfolgt die Bestrahlung von innen durch eine Fernsteuerung. Eine weitere Möglichkeit ist die Verabreichung von Radiopharmaka, radioaktive Medikamente, die sich über die Blutbahn des Körpers verteilen und dabei ihre Strahlung abgeben.
Im Verlauf einer Strahlentherapie kann es zu vorübergehenden Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit kommen. Auch Zahnfleischentzündungen oder Entzündungen der Harnblase, von Magen, Darm, Lunge oder Speiseröhre sind im Bereich des Möglichen. Zudem können auch Strahlenschäden auf der Haut auftreten, die einem Sonnenbrand ähneln. Das Ausmaß und die Art der Nebenwirkungen hängen dabei besonders von der Höhe der verabreichten Strahlendosis ab.
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