22. Februar 2012
Das soganannte ABM-Training (attention bias modification) wurde eigentlich zur Behandlung von Angstpatienten entwickelt. Bei dem Training werden den Patienten auf einem Computerbildschirm zwei Begriffe gezeigt, einer der konkret etwas mit ihrer Angst zu tun hat und ein neutraler Begriff.
Die Patienten sollen auf diese Weise lernen ihre Aufmerksamkeit von dem angstbehafteten Begriff auf den neutralen Begriff zu lenken, um so von ihrer Angst abgelenkt zu werden, was sie später auch in reellen Angstsituationen anwenden können. Australische Forscher haben dieses Ablenkungsverfahren nun erstmals auch an Schmerzpatienten getestet und auch hier zeigte sich ein großer Erfolg.
Getestet wurden 46 Patienten mit akuten Rückenschmerzen und 34 mit chronischen Schmerzen. Nach einem dreimonatigen Training mit den akuten Schmerzpatienten und einem sechsmonatigen Training mit den chronischen Schmerzpatienten, bei dem ihnen ein neutraler Begriff und ein Schmerz-Begriff gezeigt wurden, zeigte sich in einer anschließenden Befragung der Probanden, dass die Schmerzen deutlich zurückgegangen waren und auch die Angst vor dem Schmerz nachgelassen hatte.
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