2. November 2009
Als Schlafentzugstherapie oder Wachtherapie bezeichnet man in der Medizin eine Methode zur Behandlung von Depressionen. Dabei verzichtet der Patient zum Teil oder sogar völlig auf seinen Schlaf.
Ziel und Zweck einer Schlafentzugstherapie, die man auch als Wachtherapie bezeichnet, ist die Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Dabei unterscheidet man zwischen einer teilweisen Schlafentzugstherapie, bei der der Patient zum Teil auf seinen Schlaf verzichtet und einer völligen Schlafentzugstherapie, bei der sogar eine ganze Nacht lang auf Schlaf verzichtet wird. Die Methode hat sich bei bestimmten psychischen Erkrankungen, wie Depressionen, bewährt und führt bei den Patienten zu Aufhellungen der Stimmung. Zum ersten mal angewandt wurde die Wachtherapie in den 70er Jahren und wird seitdem immer häufiger als Ergänzung zu Psychotherapien oder Medikamenten eingesetzt. Durch das Wachbleiben des Patienten kommt es zu einer Konzentration von bestimmten Botenstoffen (Neurotransmitter) in seinem Gehirn, was eine günstige Beeinflussung seiner Stimmung zur Folge hat. Allerdings ist dies bislang nur eine Vermutung der Forscher. Wissenschaftlich belegt ist diese Theorie noch nicht, wohl aber die Wirksamkeit der Schlafentzugstherapie. Nachteil der Behandlungsmethode ist jedoch, dass rund 80 Prozent der Patienten erneut über Stimmungsverschlechterungen klagen, wenn sie am nächsten Abend wieder normal schlafen. Daher kann eine Schlafentzugstherapie auch in so genannten Serien, also über mehrere Tage erfolgen. Vorteil der Wachtherapie ist ihre einfache Durchführung und ihre gute Verträglichkeit.
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