10. Dezember 2008
Von K. Schumann
Wenn eine schwierige Operation oder eine schwere Erkrankung überstanden sind, beginnt oft ein anstrengender Weg zurück zur Normalität. In diesen Fällen kann eine medizinische Rehabilitation Unterstützung bieten.

Eine Rehabilitation hilft Menschen nach einem schweren Unfall in kleinen Schritten wieder auf die Beine
Ziel einer Rehabilitationsmaßnahme ist es, den Patienten körperlich, geistig und seelisch fit zu machen und ihm dadurch die Möglichkeit zu geben, ein weitestgehend normales Leben führen zu können. Doch nicht nach jedem Krankenhausaufenthalt erfolgt gleich eine Reha. Im Gegensatz zu einer Anschlussheilbehandlung muss bei der Reha der Kostenträger (in den meisten Fällen ein Träger der gesetzlichen Rentenversicherung) zustimmen. Eine Reha wird meistens bei Personen verordnet, die noch im Berufsleben stehen, um eine Wiedereingliederung in den Arbeitsalltag zu ermöglichen.
Die meisten Rehapatienten sind aufgrund von Hochdruckleiden, Herz- Kreislaufbeschwerden, Diabetes oder Beschwerden des Bewegungsapparats in Behandlung. Doch auch Patienten mit psychischen Erkrankungen, Krebserkrankungen oder Patienten nach Operationen sind in Rehaeinrichtungen zu finden.
Während der Reha finden verschiedene Schulungen statt, damit die Patienten nach der Reha ihren Alltag besser meistern können. So lernen Diabetiker beispielsweise den Umgang mit Spritzen und übergewichtige Patienten erfahren mehr über gesunde Ernährung.
Das Angebot in der Rehaeinrichtung ist abhängig von den Erkrankungen der Patienten und kann Krankengymnastik, Massagen, Ernährungsberatungen oder Gesprächstherapien beinhalten. Um eine bestmögliche Versorgung des Patienten zu garantieren, arbeiten Ärzte, Krankenpfleger, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten oder Psychologen gemeinsam.
Für Patienten im orthopädischen Bereich sind – vorausgesetzt sie können sich einigermaßen bewegen - ambulante Rehabilitationsmaßnahmen meistens ausreichend. Bei Patienten mit Stoffwechselstörungen oder psychischen Problemen bieten sich stationäre Rehabilitationen an. Die Patienten können ihr gewohntes Umfeld und somit auch ihren Alltagstrott verlassen und können rund um die Uhr betreut werden. Auch Patienten, die sich nicht richtig bewegen können, sind stationär besser aufgehoben.
Ein wichtiger Faktor in der Rehabilitation ist jedoch auch die Mitarbeit des Patienten. Die beste Rehabehandlung kann keine Fortschritte bringen, wenn der Patient sich nicht darauf einlässt und sich nicht aktiv beteiligt.
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