2. Januar 2010
Von Viola Reinhardt
Dass das Rauchen schädlich und vor allem ein unnötiges Laster ist, wissen inzwischen die kleinsten Kinder und doch greifen nach wie vor Millionen zum Glimmstängel, husten fröhlich vor sich hin und regen sich auf, dass die Schachtel Zigaretten oder der Tabak schon wieder teurer geworden ist. Da man all die negativen Seiten des Tabakkonsums gerade als Raucher bestens kennt, soll an dieser Stelle darauf nicht eingegangen werden. Im Vordergrund steht das Aufhören und vor allem nicht mehr beginnen mit Zigaretten und Co, wobei letzteres oft schwieriger sein kann als der letzte Zug an der Zigarette selbst.
Sich vorzunehmen, ab dem neuen Jahr oder nach dem nächsten Urlaub aufzuhören ist eigentlich schon zum Scheitern verurteilt, denn mit solch einer Zeitspanne zeigt sich, dass man noch gar nicht aufhören will. Hier ist es ein bisschen wie mit dem Abnehmen: Morgen, nächsten Monat oder wenn die Freundin wieder in den Semesterferien da ist, ja, dann nehme ich ab. Klappt nicht, denn auch hier stehen der eigene Wille und vor allem die Sinnerkennung ganz gewaltig im Weg. Grundsätzlich muss es im Gehirn klick machen, damit man ab sofort nicht mehr raucht, denn dann hat man im wahrsten Sinne des Wortes die Nase voll von Qualm, Husten und sinnlos Geld ausgeben und wird in der Regel das Aufhören auch tatsächlich durchziehen.
Hilfreich ist es allerdings, wenn man sich bereits mit dem Thema Rauchen aufhören, beschäftigt, sich zwei Listen zu erstellen. Zum einen ist es eine tolle Unterstützung auf dem Weg des Nichtrauchens, wenn man sich gezielt aufschreibt, wann genau man immer zum Glimmstängel greift. Und das möglichst präzise aufgeschrieben von der ersten Zigarette nach dem Aufstehen bis zur letzten vor dem Ins-Bett-gehen. Vergleichbar ist diese Liste mit einer Art Diättagebuch, in das man ja bekanntermaßen auch jeden Bissen schriftlich und somit sehr bildhaft fixiert. Die zweite Liste sollte beinhalten, was man mit der Zeit des Nichtrauchens als positiv ansieht. Mehr Geld für Kleidung oder den Urlaub? Eine frische und rosige Haut, die nicht mehr aus allen Poren nach Tabak mieft? Keine gelben Zähne und Fingerspitzen mehr? Ihnen fällt gewiss eine Menge an Vorteilen ein, die ein Nichtrauchen so mit sich bringt. Diese Liste sollten Sie sich möglichst täglich lesen und am besten gleich an mehreren Stellen in der Wohnung oder im Büro aufhängen. Gut sichtbar, natürlich.
Haben Sie erst einmal den Entschluss willentlich und aus einer freien Entscheidung gefasst (also nicht weil der Partner oder sonst jemand das will), dann teilen Sie diesen Entschluss Ihrem Umfeld mit. Ob Kinder, Partner, Freunde oder Kollegen - allein sich nicht blamieren zu wollen, weil man "zu schwach" ist, wird Sie bei der Stange und somit dem Verzicht der Zigaretten halten. Die erste Zeit sich einen Ersatz zur Hilfe zu nehmen, kann ebenfalls den Erfolg des Nichtrauchens unterstützen. Hier stehen Nikotinkaugummis und Nikotinpflaster ebenso zur Verfügung als auch Hypnosesitzungen und Akupunktur.
Wer schon einmal aufgehört hat mit den Glimmstängeln, weiß, dass die erste Woche am schwierigsten ist. Da Rauchen befriedigt, tröstet, ablenkt oder auch glücklich macht, sollte man das Belohnungszentrum des Gehirns anderweitig zufriedenstellen. Sport zu treiben ist eine sehr effektive Methode, da hierbei Endorphine ausgeschüttet werden und ein Verlangen nach Nikotin unterdrückt wird. Als Frau kann man sich mit Strick- oder anderen Handarbeitsnadeln beschäftigen (und natürlich auch als Mann), sich im Haushalt verausgaben oder mit den Kindern viel in die Natur gehen oder mit dem Freund einen Heimwerkerkeller einrichten.
Drängt sich der Gedanke auf "ich muss eine rauchen", dann holen Sie sich sofort die positiven Aspekte des Nichtrauchens gedanklich hervor. Ein richtig stolzes Erlebnis erhalten Sie übrigens, wenn Sie ein großes durchsichtiges Gefäß nehmen und genau den Betrag täglich reinwerfen, den Sie sonst für Zigaretten ausgegeben haben. Ein toller Anblick und die Vorfreude auf die Erfüllung eines langgehegten Wunsches wird das Durchhalten viel einfacher werden lassen.
Ich lese immer wieder die Berichte, habe furchbare Bilder des Rauchens gesehen, Job bedingt. Aber trotz allen meines Wissens kann ich nicht au...
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