27. April 2005
Mehr als fünf Milliarden Euro werden in Deutschland jährlich für Fehlbehandlungen psychischer Leiden aufgewendet, berichtet das Apothekenmagazin Gesundheit.
Die Zahl beruht auf einer gemeinsamen Studie der Angestelltenkrankenkasse (DAK) und der Universität Mannheim. Auch der Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsklinik Schleswig-Holstein in Lübeck, Prof. Fritz Hohagen bestätigt: „Manche etablierten Therapieschulen sind häufig nicht auf die konkreten Anforderungen eines Krankheitsbildes ausgerichtet.“ Für Patienten sei der Weg zur richtigen Therapie vor allem Glücksache. Dabei wird eine zuverlässige Behandlung immer wichtiger, denn seelische Leiden nehmen stark zu. Fehlzeiten am Arbeitsplatz aufgrund solcher Erkrankungen sind in sechs Jahren um 62 Prozent gestiegen, weist die Statistik der DAK aus.
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