2. November 2009
Als Polaritätstherapie oder Polarity-Therapie bezeichnet man eine Methode der Körpertherapie. Dabei werden spezielle Körperübungen und Massagen angewandt, um auf diese Weise psychische Blockaden und physische Verspannungen zu lösen.
Ziel und Zweck der Polaritätstherapie ist es, Befindlichkeitsstörungen wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Verspannungen oder Schlafstörungen zu behandeln. Auch psychische Blockaden sollen aufgespürt und gelöst werden. Dazu werden körpertherapeutische Methoden, Körperübungen und Massagen eingesetzt.
Als Polarität oder Polarity bezeichnet man die Körper- oder Lebensenergie des Menschen. Die Körperenergie soll zwischen zwei Polen innerhalb des menschlichen Körpers fließen. Unter menschlichen Polaritäten werden Plus und Minus oder Aktivität und Passivität verstanden. Ziel der Polarity-Therapie ist es, ein ausgewogenes Leben zwischen diesen Polaritäten zu führen und eine Harmonie der Energien zu erreichen.
Die Polaritätstherapie ist keine wissenschaftlich-medizinische Methode. Stattdessen wird sie zur Alternativmedizin und zur Esoterik gezählt. Entwickelt wurde das Verfahren von dem österreichischen Osteopathen und Mediziner Rudolf Bautsch (1890-1981). Dieser wanderte als Kind in die Vereinigten Staaten von Amerika aus und nahm dort später den Namen Randolph Stone an. Aus verschiedenen Elementen wie der klassischen westlichen Medizin, der Osteopathie sowie verschiedenen asiatischen Therapien wie Ayurveda, entwickelte Stone schließlich die Polaritätstherapie. Zu den vier Säulen der Therapie gehören Körperarbeit, das so genannte Polarity-Yoga, eine Entgiftung der Leber sowie begleitende Gespräche. Später wurde die Polarity-Therapie von Wilfried Teschler aufgegriffen und um verschiedene Elemente wie mentale Übungen, Meditationen, eine Farbresonanztherapie und körpertherapeutische Übungen erweitert.
Die Polaritätstherapie ist keine medizinische Therapie. Sie kann lediglich begleitend zu einer anderen Therapie oder zur Vorbeugung gegen zahlreiche Befindlichkeitsstörungen durchgeführt werden. Zur Anwendung kommt sie unter anderem bei Kopfschmerzen, Verspannungen, Schlafstörungen oder Erschöpfungszuständen.
Da die Polaritätstherapie keine Methode ist, die von der Wissenschaft anerkannt wird, werden die Kosten für die Anwendung von den Krankenkassen nicht übernommen.
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