Phytotherapie Artikel
Durchführung einer Phytotherapie
Bei bestimmten leichten oder chronischen Krankheiten ist die Anwendung einer Phytotherapie hilfreich. Dabei gibt es verschiedenen Darreichungsformen.
Eine Phytotherapie ist auch für die Selbstanwendung durch den Patienten geeignet. Verwendet werden die Wirkstoffe der Heilpflanzen in drei Formen: Als Frischpflanzen, die in der Regel frisch verarbeitet und oftmals getrocknet als Teemischung eingesetzt werden, als Extrakte, bei denen die Pflanzen in spezielle Lösungsmittel wie Ethanol oder Wasser eingelegt und die Wirkstoffe dadurch herausgelöst und anschließend konzentriert werden sowie als so genannte „Drogen“. Als Drogen bezeichnet man getrocknete Pflanzenteile oder Öle, Wachse und Harze, die aus den Heilpflanzen gewonnen wurden. Zu den zahlreichen Wirkstoffen der Heilpflanzen gehören unter anderem Ätherische Öle wie Salbei, Pfefferminz, Fenchel oder Kümmel, Bitterstoffe wie Mariendistel oder Enzian, Gerbstoffe wie Blutwurz, Glykoside wie Kamille, Meerrettich, Primeln, Kresse oder Johanniskraut, Flavanoide wie Weißdorn oder Ginkgo, Kieselsäure, Salicylsäure, Steroide wie Ginseng sowie Schleimstoffe wie Leinsamen und Vitamine.
Verabreicht werden die Phytopharmaka zumeist in Form von Tropfen, Säften, Sirup, Tabletten, Kapseln, Dragees, Tinkturen oder Salben. Weitere Darreichungsformen sind Tees, Aufgüsse, Kaltwasserauszüge, Extrakte oder spirituöse Lösungen zur äußerlichen Anwendung.
Obwohl die Phytotherapie als sehr schonende Therapie gilt, kann es gelegentlich dennoch zu Nebenwirkungen wie zum Beispiel allergischen Reaktionen kommen.