29. Oktober 2009
Bei schweren Organerkrankungen ist oftmals eine Transplantation der letzte Ausweg für den Patienten. Die Methode ist jedoch nicht frei von Risiken.
Nachdem sich ein Patient zur Durchführung einer Organtransplantation entschlossen hat, meldet man ihn beim Unternehmen Eurotransplantat in Leiden/Niederlande an, das als europäische Sammelstelle sämtlicher, für eine Transplantation wichtigen, Daten dient. Dort werden die Daten von Empfängern und möglichen Organspendern aus Deutschland, Belgien, Holland, Luxemburg und Österreich gesammelt. Wenn ein potenzieller Organspender stirbt, wird per Computer ermittelt, ob seine Organe für einen Empfänger auf der Warteliste in Frage kommen. Für den Fall, dass ein Organ zur Verpflanzung in Betracht kommt und die rechtlichen Voraussetzungen für eine Transplantation erfüllt wurden, wird der Empfänger benachrichtigt, um sich zu Voruntersuchungen in einer Klinik einzufinden. Wenn keine Vorerkrankungen des Spenders bestehen, können die Organe entnommen und konserviert werden. Nicht geeignet sind die Organe des Spenders, wenn dieser unter Infektionskrankheiten oder Krebs litt. Während die Nieren 36 Stunden lang konserviert werden können, müssen Herz, Bauchspeicheldrüse, Lunge oder Leber schon nach wenigen Stunden transplantiert werden. Wenn alle medizinischen Vorbehalte ausgeräumt sind, kann das Organ in den Körper des Empfängers verpflanzt werden. Dafür wird das kranke Organ entnommen und durch das neue Organ ersetzt.
Nach der Durchführung der Transplantation beginnt das Organ wieder zu arbeiten. Der Körper des Empfängers, der das neue Organ als Fremdkörper ansieht, greift dieses jedoch an. Aus diesem Grund muss der Patient für den Rest seines Lebens Medikamente wie Ciclosporin zur Unterdrückung der Immunabwehr einnehmen, um eine Abstoßungsreaktion des Körpers zu verhindern. Durch diese Medikamente kommt es jedoch auch zugleich zur einer Schwächung der Immunabwehr, wodurch der Patient anfälliger für Infektionen wird. Durch Verbesserung der Medikamente und niedrigere Dosierung konnte diese Nebenwirkung jedoch reduziert werden.
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