8. Oktober 2009
Wenn eine konservative Therapie keinen Erfolg verspricht, muss eine Operation erfolgen. Ein operativer Eingriff kann sowohl stationär als auch ambulant durchgeführt werden.
Bei der Durchführung eines operativen Eingriffes unterscheidet man zwischen einer ambulanten und einer stationären Operation. Während bei stationären Operationen mehrere Tage im Krankenhaus verbracht werden müssen, kann der Patient nach einer ambulanten Operation noch am selben Tag wieder nach Hause gehen. Für einen ambulanten Eingriff erhält der Patient eine Überweisung, bei der stationären Operation nimmt der behandelnde Arzt eine Einweisung in ein Krankenhaus vor. Am Tag vor dem Eingriff klärt der Operateur den Patienten über den Eingriff sowie mögliche Risiken und Nebenwirkungen auf. Oftmals erhält der Patient auch ein Merkblatt mit allen wichtigen Informationen.
Für den Fall, dass bei einer Operation eine Vollnarkose vorgenommen werden muss, befragt der Arzt den Patienten nach möglichen Vorerkrankungen, Allergien, welche Medikamente er einnimmt und ob er Alkohol und Tabak konsumiert. Außerdem werden Untersuchungen des Herzens und der Lunge sowie eine Messung des Blutdrucks vorgenommen, damit ein geeignetes Narkoseverfahren angewandt werden kann. Bei einer lokalen Betäubung sind hingegen keine größeren Untersuchungen erforderlich. Bei einer stationären Operation erfolgt die Aufnahme in eine Klinik schon ein bis zwei Tage vor dem Eingriff. Dort werden Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen des Herzens und der Lunge sowie manchmal die Erstellung eines EKG vorgenommen. Außerdem sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob eventuell bestimmte Medikamente vor der Operation abgesetzt werden müssen.
Zu Beginn der Operation erfolgt die Betäubung des Patienten, die je nach Schwere des Eingriffs lokal, regional oder als Vollnarkose durchgeführt wird. Dann verschafft sich der Operateur durch einen Hautschnitt mit einem Skalpell Zugang zu der Körperstelle, die behandelt werden muss. Bei minimal-invasiven Eingriffen wird meist ein Trokar benutzt. Dann erfolgt die eigentliche Operation, bei der zum Beispiel ein Tumor oder ein entzündeter Blinddarm entfernt wird. Nach Beendigung des Eingriffs wird die Operationswunde wieder verschlossen und entsprechend versorgt.
Operationen sind stets mit gewissen Risiken verbunden, die jedoch eher selten vorkommen und auch von der Schwere und der Art des Eingriffs abhängen.
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