29. Oktober 2009
Als Ergänzung zu einer konventionellen Behandlung kann die Anwendung eines Naturheilverfahrens hilfreich sein. Dabei gibt es verschiedene Therapiemethoden.
Zu den wichtigsten Naturheilverfahren gehören fünf Therapien, die als die fünf Säulen der Naturheilkunde gelten.
1. Ordnungstherapie
Als Ordnungstherapie bezeichnet man Entspannungsverfahren und Gesundheitstraining. Grundlage der Ordnungstherapie ist die Annahme, Wohlbefinden durch eine geregelte Lebensführung erreichen zu können. Außerdem sollen dadurch Beschwerden gelindert werden, die aufgrund einer ungesunden Lebensweise, wie zum Beispiel durch Stress oder unregelmäßige Mahlzeiten, zustande gekommen sind. Ziel der Ordnungstherapie ist eine ausgewogene Lebensführung, die in einem regelmäßigen Rhythmus und im Einklang mit der Natur stattfindet.
2. Hydro- und Thermotherapie
Dabei kommt die Anwendung von Wasser sowie von Wärme oder Kälte zum Einsatz. Zu den Behandlungsmethoden gehören Wassertreten, Kneippsche Güsse, bei denen man mit einem Wasserstrahl auf Körperteile wie Arme, Beine oder Rücken oder sogar den ganzen Körper des Patienten zielt, feuchte Packungen und Wickel, ein Bewegungsbad, Armbäder, Druckstrahlgüsse, Dampfbäder sowie verschiedene Bäder mit warmen oder kaltem Wasser.
3. Atem- und Bewegungstherapie oder Massagen
Dazu gehören die Anwendung von klassischen Massagen, manuellen Lymphdrainagen, Reflexzonenmassagen wie zum Beispiel Bindegewebsmassagen sowie eine Kolonbehandlung, bei der der Darm gezielt massiert wird. Weiterhin werden gezielte Massagen der Knochenhaut sowie Unterwasser-Druckstrahlmassagen vorgenommen.
4. Phytotherapie
Bei der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) setzt man gezielt Wirkstoffe von Pflanzen zur Behandlung eines Patienten ein. Diese können beispielsweise als Aufgüsse verabreicht werden.
5. Ernährungstherapie (Diätik)
Dabei werden die Behandlungen durch eine gesunde Ernährung sowie eine Diät, die dem Krankheitsbild angepasst wird, ergänzt. Dazu gehören zum Beispiel Roh- oder Vollwertkost, Teil- oder Totalfasten sowie die Schroth-Kur, bei der fettlose, eiweißarme und salzlose Kost verabreicht wird. Durch die Ernährungstherapie soll der Patient wichtige Vital- und Nährstoffe erhalten.
Ebenfalls zu den klassischen Naturheilverfahren gehört die Physikalische Medizin, die inzwischen sogar fester Bestandteil der Schulmedizin ist. Dazu zählen Verfahren wie Massagen, Krankengymnastik, die Hydrotherapie, die Elektrotherapie, die Klimatherapie sowie die Thermotherapie.
Zudem gibt es weitere Naturheilverfahren, die als erweitere Naturheilverfahren bezeichnet werden. Dazu gehören ausleitende Verfahren wie der Aderlass, das Schröpfen oder die Blutegeltherapie, die mikrobiologische Therapie zur Wiederherstellung des Darmflora-Gleichgewichts, die Lichttherapie zur Behandlung von Depressionen, die Neuraltherapie sowie die Thalassotherapie. Weiterhin werden auch die Akupunktur, die manuelle Medizin sowie die Sauerstofftherapie zu den Naturheilverfahren gezählt.
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06.04.12 | |
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