Senfwickel - Wirkung und Anwendungsgebiete

Senfwickel sind Auflagen aus Tüchern, in die man Senfkörner oder Senfmehl legt. Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen kann man diese Wickel anwenden, allerdings sollte die Dauer der Behandlung vor allem bei Kindern nur ein paar Minuten betragen. Denn durch die Senfkörner kann es auch zu Hautreizungen kommen. Informieren Sie sich über Wirkung und Anwendungsgebiete von Senfwickeln und holen Sie sich Tipps zur Anwendung.

Wissenswertes zu Senfwickeln

Senfwickel - Wirkung und Anwendungsgebiete

Senf kennt man in der Regel nur als Würzmittel zum Essen. Was weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass man Senf auch als Naturheilmittel verwenden kann.

So zum Beispiel in Form von Senfwickeln. Zu Heilzwecken verwendet man hauptsächlich den schwarzen Senf. Er fördert nicht nur die Durchblutung, sondern hilft auch bei Rheuma und Verdauungsbeschwerden.

Besonders die enthaltenen ätherischen Öle sind für die Wirkung bekannt. Ein Senfwickel soll helfen bei:

Der Senfwickel hat eine besonders intensive Wirkung, denn er reizt die Haut und fördert damit die Durchblutung. Die Durchblutung wirkt sich nicht nur auf die Haut, sondern auch auf das darunter liegende Gewebe aus.

Anwendung von Senfwickeln

Vorab ein Hinweis: Senfwickel sind nicht für Jedermann geeignet, da sie stark reizen können. Deshalb ist Vorsicht geboten.

Es gibt unterschiedliche Senfarten, mit den Samen wird das bekannte Senfgewürz hergestellt. Senf enthält vor allen Dingen scharfe ätherische Öle.

Vor der Anwendung sollte man auf jeden Fall prüfen, ob Wärme gut tut. Bei bestimmten Beschwerden bringt die Wärme eine Linderung; im Zweifelsfall sollte ein Arzt befragt werden.

Die Einwirkzeit sollte nicht mehr als 15 Minuten betragen. Maximal einmal am Tag wird die Anwendung empfohlen.

Bei Kindern sollte die Anwendung der Wickel nicht länger als fünf Minuten dauern. Vorab sollte man hier stets den Kinderarzt befragen.

Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Senfwickel zuzubereiten. Bei der ersten Variante nimmt man Senfsamen und breitet sie auf Küchenpapier auf einem Tuch aus. Dann faltet man das Tuch zusammen und übergießt es mit heißem Wasser (bis das Tuch durchgeweicht ist).

Dann legt man den Wickel so heiß wie möglich auf und legt die anderen Tücher auf. Der Wickel verbleibt so lange, bis dem Patienten heiß wird.

Bei der zweiten Variante, die sich hauptsächlich für Kinder empfiehlt, werden ein gehäufter Esslöffel Senfsamen in ein Liter heißes Wasser eingerührt. Dann wird ein großes Wickeltuch eingetaucht, man wringt es leicht aus und legt es auf die betroffene Stelle.

Mit den restlichen Tüchern abdecken. Der Wickel verbleibt so lange er gut tut.

Generell ist anzumerken, dass es sinnvoller ist, das Senfmehl selbst herzustellen. Zum einen kann man Senfkörner deutlich länger aufbewahren, zum anderen lässt die Wirkung der ätherischen Öle im fertigen Senfmehl irgendwann nach. So gilt es, die Körner kurz vor der Anfertigung des Wickels kurz zu mahlen.

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  • Senf © womue - www.fotolia.de

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