Leinsamenwickel - Wirkung und Anwendungsgebiete

Unter Leinsamenwickel versteht man die Anwendung von Körperwickeln mit einer Paste aus gemahlenen Leinsamen und Wasser. Diese können bei unterschiedlichen Beschwerden Linderung bringen. Man kann sie auch mit Zusätzen versehen, um die Wirkung zu verstärken. Generell handelt es sich um ein mildes Hausmittel, das auch schon bei Kleinkindern angewendet werden kann. Lesen Sie über die Wirkung und Anwendungsgebiete von Leinsamenwickeln.

Wissenswertes zum Leinsamenwickel

Leinsamenwickel - Wirkung und Anwendungsgebiete

Für die Anwendung von Leinsamenwickeln verwendet man gekochte Leinsamen. Diese geben eine intensive Wärme ab, welche bei unterschiedlichen Beschwerden helfen kann.

Die Wickel haben eine aufweichende Wirkung und fördern die Durchblutung. Außerdem gelten sie als effektiver Schleimlöser. Leinsamenwickel gelten milder als Kartoffelwickel; sie können schon bei Kleinkindern sowie auch bei empfindlichen Personen zum Einsatz kommen.

Ein Leinsamenwickel hilft bei:

Anwendung des Leinsamenwickels

Für den Leinsamenwickel können gemahlene, geschrotete oder ganze Leinsamen zur Anwendung kommen. Ganze Leinsamen sind generell länger haltbar, brauchen jdoch länger, bis beim Kochen die richtige Konsistenz erreicht ist. Man benötigt:

  • Leinsamen (für eine Kompresse von etwa 5x5 cm braucht man 1 EL Leinsamen)
  • dünne Kompresstücher, welche man danach entsorgt
  • ein Zwischentuch sowie ein Außentuch
  • Befestigungsmaterial
  • eine Wärmfläsche oder Rohwolle (zur Warmhaltung, z.B. bei Husten

Für den Wickel werden die Samen mit Wasser angerührt und zu einem dicken aufgekocht. Dann gibt man diesen auf das Kompresstuch und schlägt alle vier Seiten ein. Die Dicke sollte etwa 1cm betragen.

Hilfreich kann es sein, das "Paket" zuzukleben. Nun wird die Kompresse aufgelegt; zwischen Brei und Haut sollte nur eine dünne Stofflage sein.

Je nach Hautbereich kann ein vorgewärmtes Zwischentuch bzw. Rohwolle auf die Kompresse gelegt werden. Eventuell ist ein Außentuch zur Befestigung ratsam.

Der Wickel sollte mindestens 20 Minuten einwirken. Ist die Kompresse abgekühlt, sollte man sie entfernen und eventuell erneuern. Möglich ist aber auch, sie mithilfe einer flach gefüllten Wärmflasche warm zu halten.

Die Haut sollte anschließend abgewaschen und gut abgetrocknet werden. Mit einem warmen Tuch oder Rohwolle wird sie abgedeckt; danach ist eine Nachruhe von mindestens einer halben Stunde zu empfehlen.

Es ist sinnvoll, gleich sechs bis acht Wickel vorzubereiten, da diese schnell auskühlen. Man kann sie zwischen zwei Wärmflaschen warm halten.

Wird der Leinsamenwickel gegen Furunkel eingesetzt, soll man dem Brei noch Honig und Olivenöl hinzufügen. Auf diese Weise kann die Wirkung verstärkt werden.

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Quellenangaben
  • Getrockneter Leinsamen in Porzelanschale mit Mörser © lantapix - www.fotolia.de

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