22. September 2011
Unter einer Nasenspülung versteht man das Einbringen von Flüssigkeit in den Nasenraum. Tägliches Spülen der Nase gilt als gutes Mittel, um einer Erkältung vorzubeugen.
Bei einer Nasenspülung, die man auch Nasendusche nennt, wird der Nasenraum mit einer bestimmten Flüssigkeit gespült. Meistens handelt es sich dabei um eine isotonische Kochsalzlösung.
Nasenspülungen gelten als altes und bewährtes Hausmittel im Falle von Erkältungen oder um ihnen vorzubeugen. Die Wirksamkeit von Nasenduschen wurde durch mehrere Studien bestätigt. So schützt eine tägliche Nasenspülung, die 0,9 Prozent Kochsalz enthält, vor Heuschnupfen, Erkältungen und Grippe. Zurückgeführt wird die Wirksamkeit der Nasenspülung darauf, dass sie die Funktion der Nasenschleimhaut anregt. Außerdem werden durch die Spülung die Flimmerhärchen in der Nase von Pollen, Staub und Fremdkörpern gereinigt. Darüber hinaus hält eine Nasendusche das Riechorgan feucht. Im Falle einer verstopften Nase oder entzündeten Nasennebenhöhlen hat sie auch eine positive Wirkung beim Verhindern von Sekretstauungen. Vor allem für Pollenallergiker, die unter Heuschnupfen leiden, ist eine Nasenspülung sehr zu empfehlen, da sie den Nasen-Rachen-Raum von den Pollen befreit und auf diese Weise einer Histamin-Reaktion entgegenwirkt.
Als Flüssigkeit für die Nasenspülung verwendet man in der Regel eine isotonische Salzlösung. Diese gilt als besonders gut verträglich und setzt der empfindlichen Nasenschleimhaut nicht zu. Am häufigsten kommt eine Nasendusche bei einem Schnupfen (Rhinitis) zur Anwendung. Im Krankheitsfall hilft die Nasenspülung dabei, die typischen Symptome eines Schnupfens zu bekämpfen. So wird die Produktion von Schleim gedrosselt und das Abschwellen der Nasenschleimhaut erleichtert. Auch das lästige Niesen und das Laufen der Nase lassen sich mit dieser Anwendung deutlich abmildern. Eine Nasenspülung kann aber auch präventiv zum Einsatz kommen. Spürt man, dass eine Erkältung im Anmarsch, aber noch nicht ausgebrochen ist, sollte man eine Nasenspülung vornehmen, um den Erkältungssymptomen rasch entgegenzuwirken. So fallen erkältungstypische Symptome wie Sekretion, Halsschmerzen und Husten geringer aus, wenn man seine Nase rechtzeitig spült. Außerdem werden weniger abschwellende und fiebersenkende Arzneimittel für die Behandlung des grippalen Infekts benötigt. Auch die Dauer der Erkältung ist kürzer als ohne eine Nasenspülung.
Ein weiteres, wenn auch exotisches Anwendungsgebiet von Nasenspülungen, ist Yoga. Dort sieht man die Nasendusche als reinigendes Ritual an. Darüber hinaus kommen Nasenspülungen in der Medizin auch bei Atemwegsinfektionen zu diagnostischen Zwecken zum Einsatz. So sollen durch die Spülflüssigkeit die Erreger der Infektion ermittelt werden. Allerdings sind diagnostische Nasenspülungen umstritten, weil der Mensch auch dann zahlreiche Keime in der Nase trägt, wenn er gesund ist.
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