Mittels eines elektrischen Gerätes wird ein magnetisches Feld um die betroffene Körperstelle herum aufgebaut. Das Verfahren soll die Durchblutung anregen und die Sauerstoffversorgung erhöhen, um Heilungsprozesse zu beschleunigen.
Die Magnetfeldtherapie basiert auf die Heilkraft von Magneten, welche bereits seit vorchristlicher Zeit bekannt ist. Schon der berühmte Arzt der Antike, Hippokrates, verwendete Magnetsteine für seine Behandlungen.
Das heute geläufige Verfahren der Magnetfeldtherapie wurde in den 1970er Jahren entwickelt und beruht auf pulsierenden Magnetfeldern, welche auf die geschädigten Körperzellen einwirken. Häufig wird die Magnetfeldtherapie bei Knochenbrüchen angewendet, um die Knochenneubildung zu fördern. Auch bei Arthrosen des Hüftgelenkes wurden mit der Methode positive Ergebnisse erzielt. In der Naturheilkunde wird mit der Magnetfeldtherapie ein breites Behandlungsfeld bedient.
Da durch die Therapie die Sauerstoff-Aufnahme der Zellen verbessert wird, lässt sich die Magnetfeldtherapie auch bei Migräne, Rheuma, Durchblutungs- oder Stoffwechselstörungen, sowie zur allgemeinen Gesundheitsvorsorge anwenden. Ziel der Magnetfeldtherapie ist es, das elektromagnetische Feld des Patienten zu stimulieren und den gestörten Energiefluss der Zellen neu auszurichten.
Die Behandlung erfolgt in mehreren Sitzungen und ist völlig schmerzfrei. Das Magnetfeld wird durch Röhren, Stäbe oder Kissen geleitet und auf die entsprechende Körperstelle aufbracht. Die Geräte sind einfach zu bedienen und für den Hausgebrauch geeignet. In Form von Einlegesohlen oder Armbändern sind auch Permanentmagnete im Handel erhältlich. Bei gesunden Menschen ist die Anwendung der Magnetfeldtherapie unbedenklich. In seltenen Fällen werden ein leichtes Kribbeln oder eine Wärmeentwicklung beschrieben.
Menschen mit elektronischen Implantaten, wie zum Beispiel Herzschrittmachern, sollten, auf Grund der zu befürchtenden Wechselwirkungen, auf die Anwendung der Magnetfeldtherapie verzichten.
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