26. Oktober 2009
Bei bestimmten schweren psychischen Erkrankungen kommt eine Lithiumtherapie zur Anwendung. Zunächst sind jedoch einige Voruntersuchungen erforderlich.
Vor der Durchführung einer Lithiumtherapie sollten einige Voruntersuchungen erfolgen, um abzuklären ob der Patient unter Schädigungen oder Beeinträchtigungen von Herz, Nieren oder der Schilddrüse leidet. Auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten müssen beachtet werden. Nicht angewandt werden darf eine Lithiumtherapie bei schwerer Herzinsuffizienz, einem Herzinfarkt, bei Nierenversagen oder bei Hyponatriämie.
Kann die Lithiumtherapie durchgeführt werden, wird vom behandelnden Arzt das passende Lithiumsalz ausgewählt. Das Lithiumpräparat wird in Form von Tabletten unzerkaut, nach den Mahlzeiten mit viel Flüssigkeit eingenommen. Die Höhe der Dosis fällt von Patient zu Patient verschieden aus, da jeder anders reagiert. Die richtige Dosis kann häufig erst im Laufe der Behandlung erkannt werden und wird durch die Lithiumkonzentration im Blutspiegel bestimmt. Gegen Ende einer Therapie dürfen die Tabletten nur allmählich abgesetzt werden, da es sonst zu innerer Unruhe, Reizbarkeit, Angstzuständen und Labilität kommen kann.
Bei einer Lithiumtherapie kann es zu zahlreichen Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören Zittern, Kreislaufprobleme, Zunahme von Gewicht, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Durchfall, häufiges Wasserlassen, starker Durst, Unterfunktionen der Schilddrüse sowie Veränderungen des Blutbildes.
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