23. Mai 2007
(dgk) Der Volksmund weiß schon lange, dass Lachen die beste Medizin ist. Bereits im Mittelalter gab es Ärzte, die ihren Patienten Lachtherapien verschrieben. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass Lachen zur Genesung beitragen kann, was lange Zeit viel zu wenig beachtet wurde.
Mittlerweile wird diesen Erkenntnissen beispielsweise mit dem Einsatz von Clowns in Kinderkliniken oder Altenheimen gezielt Rechnung getragen. Humor fördert den körperlichen und psychischen Genesungsprozess, verringert quälende, chronische Schmerzen und steigert das Selbstvertrauen, sagt Prof. Dr. Dr. Rolf D. Hirsch, Leiter der Abteilung Gerontopsychiatrie und -psychotherapie an den Rheinischen Kliniken Bonn. Er ging der Frage nach, auf welche Weise und warum Humor gesundheitsfördernd wirkt.
Lachen mindert demnach die Schmerzempfindung und die Neigung, Allergien zu entwickeln. Auch der Einfluss auf das Gefäßsystem ist positiv, und das Herzinfarkt-Risiko sinkt. Ursache dafür scheint nicht nur ein Anstieg der Glückshormone (Endorphine) zu sein, beim Lachen werden auch die Stresshormone Adrenalin und Cortisol reduziert, erklärte Hirsch im Februar 2007 auf dem 8. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie in Mannheim. Darüber hinaus sei erwiesen, dass Heiterkeit die Konzentration von Immunglobulin A im Speichel schlagartig steigere, was wiederum zur Erhöhung der Abwehrkräfte führen kann. Nach den Worten des Altersmediziners belegen Untersuchungen in den vergangenen Jahren bei betagten Menschen, dass eine gezielte Förderung von Lachen und Humor gesundheitsfördernd sein kann und Erkrankungen wie Depressionen oder auch Schmerzen entgegenwirkt.
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