Krebstherapie Artikel
Sport steigert Heilungschancen - Bewegung wichtig für Krebsbehandlung
(dgk) Immer mehr Untersuchungen belegen: Sport hilft Krebspatienten. Besonders Radfahren, Laufen, Schwimmen und Tanzen verbessern die Heilungschancen von Krebserkrankten und erhöhen das Wohlbefinden. Daher sollte der Patient bereits nach der ersten Diagnose mit dem Sportprogramm beginnen. Schon 30 bis 45 Minuten Sport täglich – vor allem Ausdauertraining und Kräftigungsübungen – können zu einer besseren Prognose beitragen.
Sport als psychoonkologische Maßnahme
Immer häufiger bieten Psychoonkologen Sport als Therapieform an. Damit integrieren sie die Bewegung in die Krebsbehandlung. Der Patient kann so körperlichen Belastungen, denen er auf Grund der Krebstherapie ausgesetzt ist, aktiv entgegentreten. Trotz dieser positiven Befunde dürfen Psychoonkologen kein Wunschdenken bei den Patienten auslösen. Prof. Dr. Peter Herschbach, leitender Psychoonkologe der Universität München, fordert: "Wir dürfen keine falschen Hoffnungen und Versprechungen machen!" Ob regelmäßiges Training auch das Risiko von Rückfällen und Metastasen beeinflusst, ist bisher nicht ausreichend dokumentiert, so der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Klar ist dagegen der Einfluss auf die Lebensqualität von Patienten. Und: Je mehr Informationen der Patient erhält, desto besser kann er mit der Erkrankung umgehen und Kräfte mobilisieren, die er im Kampf gegen den Krebs benötigt. Speziell ausgebildete Psychoonkologen bieten individuelle Beratung.
Die vier goldenen Regeln
- Zeigen Sie Ehrgeiz! Muten Sie Ihrem Körper nur soviel zu, wie er verträgt.
- Passen Sie auf! Beginnen Sie frühzeitig mit Sport, möglichst nach der ersten Diagnose.
- Halten Sie durch! Treiben Sie täglich etwa 30 bis 45 Minuten Sport – nicht mehr, nicht weniger.
- Beweisen Sie Vernunft! Meiden Sie gefährliche und körperkontaktreiche Sportarten.
Verschiedene Adressverzeichnisse von Psychoonkologen findet man im Internet,
z.B. beim Krebsinformationsdienst unter www.krebsinformationsdienst.de/ oder bei der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo) unter www.dapo-ev.de/adressen.html