26. Oktober 2009
Kommt es zu einer Krebserkrankung, ist eine Therapie unumgänglich. Für eine Behandlung kommen verschiedene Methoden in Frage.
Welche Krebstherapie bei einem Patienten zur Anwendung kommt, hängt von der Art und dem Ausmaß der Tumorerkrankung ab. Zu den gängigsten Krebstherapien gehören:
1. Operation (Resektion)
Operationen (Resektionen) werden bei Krebserkrankungen durchgeführt, um eine möglichst vollständige, chirurgische Entfernung, des von einem Tumor befallenen Gewebes zu erzielen. Unter Umständen müssen dabei Organe oder Lymphknoten entfernt werden. In manchen Fällen sind auch Amputationen notwendig. Je umfangreicher ein operativer Eingriff ausfällt, desto höher ist die Gefahr von Komplikationen. So können durch eine Krebsoperation Verletzungen von Blutgefäßen, Nerven oder Organen die Folge sein. Außerdem kann es zu Blutungen oder Blutgerinnseln kommen. In manchen Fällen sind nach einer Operation weitere Krebstherapien, wie eine Chemotherapie oder Strahlentherapie erforderlich.
2. Chemotherapie
Zu den häufigsten Krebstherapien gehört die Chemotherapie. Dabei werden bestimmte Medikamente, die Zytostatika genannt werden, zur Behandlung der Erkrankung eingesetzt. Als Zytostatika bezeichnet man Zellgifte, die Krebszellen angreifen. Da Zytostatika besonders bei sich teilenden Zellen wirken, zerstören sie bevorzugt Krebszellen, da es bei diesen häufig zu Teilungen kommt. Die Verabreichung der Zytostatika kann einzeln oder kombiniert erfolgen. Meistens ist ein Krankenhausaufenthalt für die Durchführung einer Chemotherapie erforderlich, aber auch eine ambulante Anwendung ist möglich, was vom Zustand des Patienten und dem Ausmaß der Erkrankung abhängt. Während einer Chemotherapie werden Pausen, die als Intervalle bezeichnet werden, eingelegt. Die Behandlungszeiträume werden Zyklen genannt.
Nachteil der Chemotherapie sind ihre Nebenwirkungen, denn bei der Behandlung werden nicht nur die Krebszellen, sondern auch die gesunden Zellen von den Zellgiften angegriffen. So können Nebenwirkungen wie Haarausfall, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Blutarmut, Schweißausbrüche oder Fieber die Folge einer Chemotherapie sein. Diese Nebenwirkungen können jedoch durch die Einnahme von bestimmten Medikamenten begrenzt werden. Bei den meisten Krebserkrankungen erweist sich die Chemotherapie als wirksam, sodass zusammen mit operativen Maßnahmen gute Heilungsresultate erzielt werden können.
3. Strahlentherapie
Strahlentherapien werden häufig nach Operationen durchgeführt, damit das restliche Tumorgewebe, das bei einer Operation nicht entfernt werden konnte, zerstört wird. Dabei kommt eine speziell dosierte Röntgenstrahlung zur Anwendung, die Zellschäden verursacht, von denen sich gesunde Zellen erholen, während die anfälligeren Tumorzellen absterben. Ähnlich wie bei der Chemotherapie, kommt es auch bei der Strahlentherapie zu Nebenwirkungen, da dabei auch gesundes Gewebe geschädigt wird. So entsteht oftmals ein so genannter Strahlenkater, bei dem Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit auftreten. In den meisten Fällen verschwinden diese Beschwerden jedoch rasch wieder. Weitere Nebenwirkungen können Hautreizungen, Zahnfleischentzündungen sowie Entzündungen des Darms, des Magens, der Harnblase sowie der Speiseröhre sein.
Besonders wirksam ist die Strahlentherapie bei Lymphomen.
4. Hormontherapie
Da manche Krebsformen von Hormonen abhängig sind, können diese durch die Verabreichung von bestimmten Hormonen bzw. Antihormonen bekämpft werden. Dies geschieht vor allem bei Prostatakrebs oder Brustkrebs. So werden Tumore in der Brust durch Gestagene, Antiöstrogene oder Aromatasehemmer behandelt.
Dabei kann es bei Frauen zu Nebenwirkungen wie Blutungen, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Juckreiz und Hitzewallungen kommen.
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