5. Oktober 2009
Bei bestimmten Erkrankungen oder Verletzungen muss eine Infusionstherapie vorgenommen werden. Dabei gibt es verschiedene Anwendungsmethoden.
Bei der Anwendung einer Infusionstherapie wird dem Patienten in der Regel eine Kanüle eingesetzt, die mit einem Pflaster befestigt wird. Diese dient als Führung für einen kleinen Schlauch, der den Patienten mit der Infusionsflasche verbindet. Die Einlaufgeschwindigkeit der Flüssigkeit wird mit einem Verschluss reguliert. Damit die Venen gut zu erkennen sind, staut man den Oberarm mit einer Druckmanschette oder einem Stauschlauch. Die Dauer einer Infusionstherapie kann kurzfristig sein und nur ein paar Tage in Anspruch nehmen oder auch über einen längeren Zeitraum erfolgen.
Am häufigsten angewandt wird die intravenöse Infusion, bei der die Infusion über eine Vene an den Gliedmaßen, wie zum Beispiel Unterarm oder Fußrücken, verabreicht wird. Seltener durchgeführt wird die intraarterielle Infusion, bei der die Infusion über eine Arterie vorgenommen wird, damit sich die Flüssigkeit schneller im Kreislauf verteilen kann. Diese Methode wird meist für die Verabreichung von Kontrastmitteln durchgeführt, um mögliche Gefäßerkrankungen diagnostizieren zu können. Im Falle einer subkutanen Infusion erfolgt die Infusion direkt unter die Haut. Diese Methode gilt als besonders Kreislaufschonend. Bei einer intraossären Infusion injiziert man die Flüssigkeit in das Knochenmark, was meist bei Kindern der Fall ist. Eine weitere Methode ist die epidurale Infusion, die meist zur Betäubung oder im Rahmen einer Schmerztherapie angewandt wird. Dabei wird die Flüssigkeit in einen Raum im Wirbelkanal injiziert.
Bei einer Infusionstherapie werden verschiedene Infusionslösungen verwendet. Dazu gehören kristalloide Infusionslösungen zur Behandlung von Flüssigkeitsmangel, Zweidrittel-Elektrolytlösungen, die den Basisbedarf an Flüssigkeit bei einer Operation decken, Halb-Elektrolytlösungen, die bei Nierenversagen zum Einsatz kommen sowie kolloidale Infusionslösungen, die bei Blutverlust oder geringem Blutvolumen verwendet werden. Welche Methoden einer Infusionstherapie zum Einsatz kommen, hängt von der Art der Erkrankung ab.
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