5. Oktober 2009
Als Infusionstherapie oder als Infusion wird in der Medizin eine parentale Zufuhr von Flüssigkeit in den menschlichen Körper bezeichnet. Diese erfolgt in der Regel intravenös.
Ziel und Zweck einer Infusionstherapie, die auch als Flüssigkeitstherapie bezeichnet wird, ist die Stabilisierung und Wiederherstellung von vitalen Körperfunktionen eines Patienten durch die Zufuhr von bestimmten Medikamenten oder Nährstoffen. Eine Infusion wird parental, also unter Umgehung des Darms, durchgeführt. Sie kommt vor allem dann zur Anwendung, wenn ein Patient keine Nahrung aufnehmen kann oder darf. Durch spezielle Infusionslösungen werden dem Betroffenen intravenös Medikamente oder Grundnahrungsstoffe wie Vitamine, Eiweiß, Fett, Spurenelemente und Kohlenhydrate zugeführt.
Der Begriff Infusion setzt sich aus den lateinischen Wörtern infundere und infusus zusammen und bedeutet soviel wie "Aufguss" oder "hineingießen". Zu den Formen der Infusion gehören auch die Bluttransfusion, bei der einem Patienten intravenös Blutkonserven zugeführt werden sowie die künstliche (parentale) Ernährung.
Infusionstherapien kommen zur Anwendung, um einen Patienten intravenös mit Medikamenten, Flüssigkeit oder mit Nähr- und Vitalstoffen zu versorgen. Auch Kontrastmittel für bestimmte Untersuchungen können als Infusion verabreicht werden.
Bei einer Infusionstherapie unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen wie der medikamentösen Infusionstherapie, der Flüssigkeitszufuhr, der Volumenersatztherapie, der Elektrolyttherapie sowie der Makro- und Mikronährstofftherapie. Die medikamentöse Infusionstherapie kommt zur Anwendung, wenn der Patient entweder nicht in der Lage ist, die Präparate selbst einzunehmen oder wenn die Verabreichung der Medikamente direkt und kontinuierlich erfolgen muss. Flüssigkeitszufuhr wird vor allem bei Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) vorgenommen, der durch Wassermangel, Durchfall oder Erbrechen verursacht wurde. Eine Volumenersatztherapie wird zumeist bei Verletzungen oder Gefäßerweiterungen vorgenommen, wenn ein Volumenmangel besteht. Bei Störungen des Elektrolythaushaltes, wie beispielsweise eine Hypokaliämie, wird eine Elektrolyttherapie vorgenommen. Bei einer Makro- und Mikronährstofftherapie, die man auch Vitalstofftherapie nennt, werden Vitalstoffe und Nährstoffe verabreicht.
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14.12.11 | |
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07.07.11 | |
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