Frostsensor überprüft die Haltbarkeit von Impfstoffen

Von Thorsten Hoborn
7. Dezember 2009

35 Prozent aller frostempfindlichen Impfstoffe werden während ihres Transports Temperaturen unter Null ausgesetzt und somit komplett unbrauchbar. Dies ermittelte eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Um die Haltbarkeit von Impfstoffen schnell zu überprüfen, entwickelten Chemikern der Universität Regensburg nun einen Frost-Sensor, welcher auf die Impfstoff-Verpackung aufgebracht wird und bei Transport- oder Lagertemperaturen unter Null mit einer kennzeichnenden Farbveränderung reagiert. Das aus Gold-Nanopartikeln bestehende Material des Frostsensors ist zudem langzeitstabil.

Um auch wirklich sicher zu gehen, das ein Impfstoffe keinesfalls gefroren wurden, setzten die Wissenschaftler zusätzlich den Gefrierpunkt der Sensor-Lösung auf 3,8 °C herauf, indem sie normales Wasser gegen "schweres" (deuteriertes) Wasser austauschten.