Metastudie bestätigt: HPV-Impfung beugt Gebärmutterhalskrebs vor

Impfung bietet wirksamen Schutz vor HPV-Infektionen, Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs

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  • von Paradisi-Redaktion
Arzt sticht eine Spritze in den Oberarm einer Frau, um sie zu impfen

Seit 2007 besteht die Möglichkeit, sich gegen HPV impfen zu lassen. Seitdem ist der Wirkstoff in 99 Ländern der Welt im Einsatz und soll Mädchen und junge Frauen vor allem vor der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs schützen. Die humanen Papillomviren können aber auch Männer infizieren und bei beiden Geschlechtern Genitalwarzen hervorrufen. Ob die angebotene Impfleistung von den Menschen genutzt wird und ob die erhoffte Wirksamkeit eingetreten ist, hat nun eine Meta-Untersuchung betrachtet.

Früherer Auswertung fehlten Erkenntnisse zu CIN2+-Läsionen

Die erste Auswertung fand vor vier Jahren statt. Bereits damals konnten die Wissenschaftler festhalten, dass vor allem die HPV-Typen 16 und 18 stark zurückgegangen waren. Beide Unterarten der Viren verursachen nachweislich Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs und gelten daher als gefährlich. Die Erstauswertung konnte allerdings noch keine Aussage über CIN2+-Läsionen treffen. Diese Läsionen sind Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs und sollten im Idealfall von der Impfung ebenfalls abgedeckt sein.

Metastudie zur HPV-Impfung

Die aktuelle Analyse hat 65 Studien gemeinsam betrachtet und dabei 14 Länder einbezogen. Die Daten aus ausschließlich wohlhabenden Ländern umfassten nachgewiesene HPV-Infektionen, Genitalwarzen und CIN2+-Läsionen.

Die Daten sprechen eine klare Sprache: HPV-Infektionen sind bei Mädchen bis 19 Jahren um ganze 83 Prozent zurückgegangen. Bei Frauen bis 24 Jahren waren es immerhin noch 66 Prozent. Die Zahl der gestellten Genitalwarzen-Diagnosen sank ebenfalls. Bei Mädchen bis 19 Jahren sank die Quote um 67 Prozent, bei gleichaltrigen Jungen um 48 Prozent. Für Frauen bis 24 Jahre zeigte sich ein Rückgang um 54 Prozent und für Männer bis 24 Jahre ergaben sich 32 Prozent. Immerhin noch um 31 Prozent geringer fiel zudem die Ansteckung der Frauen zwischen 25 und 29 Jahren aus.

Die wichtigste Zusatzerkenntnis: Auch CIN2+-Läsionen gehen dank der HPV-Impfung zurück. Im Zeitraum von fünf bis neun Jahren nach der Impfung sank die Zahl der Diagnosen der Mädchen bis 19 Jahre um 51 Prozent. Bei den bis 24-Jährigen waren es 31 Prozent. Damit erfüllt die Impfung ihre Funktion, Gebärmutterhalskrebs vorzubeugen.

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