14. November 2011
Am 14. November ist Welt-Diabetes-Tag. Aus diesem Anlass äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende der Forschergruppe Diabetes e.V. in München, Privatdozent Michael Hummel, zu dem Thema. Er wies darauf hin, dass die Diabetes-Typ-1-Erkrankung sich immer weiter ausbreite und die Betroffenen immer früher angreife. Auch im Kindesalter trete diese Krankheit immer häufiger auf.
Diabetes-Typ-1 sei eine Autoimmunkrankheit. Das Immunsystem greife seine eigenen Beta-Zellen an. In den Beta-Zellen würde das lebenswichtige Hormon Insulin hergestellt.
Warum diese Krankheit immer häufiger auftritt, sei wissenschaftlich noch nicht geklärt. Man vermute, dass bestimmte Umweltfaktoren diese Krankheit begünstigen. Um welche genau es sich handele, sei ein großes Ziel der Diabetesforschung, so Hummel. Man weiß, dass Neugeborene ein geringeres Krankheitsrisiko haben, wenn sie die ersten vier Lebensmonate gestillt werden.
Wenn Diabetes-Typ-1 nun doch diagnostiziert wurde, versuchen die Ärzte zunächst das Immunsystem davon abzubringen, die Beta-Zellen gänzlich zu zerstören. Man verwendee entweder sogenannte Immunsuppressiva oder spritze Autoantigene. Diese Praktiken könnten das Fortschreiten der Krankheit aber lediglich verzögern und nicht stoppen, so Hummel.
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