18. November 2011
Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift "Im Focus Onkologie" bringt eine Studie, die beweisen kann, dass eine Hormontherapie bei Patienten mit Prostatakrebs das Schlaganfallrisiko nicht erhöht.
Es wurden die Daten von 365 Männern ausgewertet, die zwischen 2001 und 2003 eine Prostatakrebsdiagnose erhalten hatten. 64 Patienten (17,6 Prozent) wurden daraufhin mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) behandelt - der Rest nicht. Dann wurden die Patienten fünf Jahre beobachtet. Es ereigneten sich in dieser Zeit insgesamt 68 Schlaganfälle. 17,2 Prozent der ADT-Gruppe und 18,9 Prozent der Placebo-Gruppe erlitten einen Schlaganfall. Damit ist klar, dass die ADT-Hormontherapie bei Prostatakrebs für das Schlaganfallrisiko keine Rolle spielt.
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