1. Oktober 2009
Bei bestimmten psychischen Erkrankungen oder Suchtproblemen kann eine Gruppentherapie sehr hilfreich sein. Dabei werden mehrere Patienten gleichzeitig behandelt.
Damit eine Gruppentherapie erfolgreich verläuft, sollte der Betroffene auch bereit sein, sich den anderen Teilnehmern der Therapie zu öffnen. Besteht diese Bereitschaft nicht, sollte besser eine Einzeltherapie erfolgen. Eine Gruppentherapie ist stets freiwillig.
Eine Gruppenpsychotherapie kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Dazu gehört die Therapie des Einzelnen in der Gruppe, bei der die Teilnehmer als Beobachter fungieren, die Therapie des Einzelnen durch die Gruppe, bei der die Gruppe ein therapeutisches Element ist und die einzelnen Teilnehmer Co-Therapeuten sind sowie die Therapie der Gruppe, bei der die Gruppe als Ganzes beobachtet und verändert werden soll.
Bei einer Gruppentherapie bilden die Menschen einen Stuhlkreis und reden offen über ihre Krankheit, ihre Sorgen und Nöte. Als ideale Größe für eine Gruppe gelten sieben bis zwölf Mitglieder. Die Mindestanzahl liegt bei vier Teilnehmern. Bestimmte Themen werden nicht vorgegeben. Die Mitglieder der Gruppe sprechen frei über das, was sie denken und teilen dies der Gruppe mit, was man als freie Assoziation bezeichnet. Die Rolle des Therapeuten ist dabei wohlwollend neutral. Durch das freie Äußern von zum Beispiel Kindheitserlebnissen, elterlichen Tabus und verbotenen Wünschen, kann durch das bewusst machen von bisher Verdrängtem kraftraubender Widerstand abgebaut werden, wodurch es zu neuer Energie kommt. Zudem erkennen die einzelnen Mitglieder einer Gruppe, dass nicht nur sie Probleme haben, sondern auch die anderen Teilnehmer.
Angeboten werden Gruppentherapien von Kliniken, niedergelassenen Therapeuten sowie von Suchtberatungsstellen.
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20.11.11 | |
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