1. Oktober 2009
Als Gruppentherapie bezeichnet man eine spezielle Form der Psychotherapie. Auf diese Weise werden mehrere Patienten, die an den gleichen Problemen leiden, behandelt.
Ziel und Zweck einer Gruppentherapie, die auch Gruppenpsychotherapie genannt wird, ist die Behandlung von mehreren Patienten, die an den gleichen psychischen Problemen oder an der gleichen Krankheit leiden. Geleitet wird eine Gruppentherapie von einem oder mehreren Psychologen, die auf Gruppentherapien spezialisiert sind. Bei einer Gruppentherapie soll die Persönlichkeitsstruktur der Patienten erkannt und mit Hilfe des Therapeuten positiv verändert werden, was man auch als Gruppenanalyse bezeichnet. Dabei suchen die Gruppenmitglieder gemeinsam nach den Ursachen für die Probleme jedes einzelnen Mitglieds.
In der Regel werden bei einer Gruppentherapie vor allem psychische Probleme therapiert. Aber auch Suchtkrankheiten werden im Rahmen einer Entwöhnungsbehandlung oftmals bei einer Gruppentherapie behandelt. Dabei können auch Angehörige von Suchtkranken einbezogen werden.
Gruppentherapien wurden schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts durchgeführt. Der Begriff Gruppenpsychotherapie entstand allerdings erst in den 40er Jahren. Heute zählt die Gruppentherapie zu den bedeutendsten Bestandteilen der Psychotherapie und ist zudem ein wichtiger ergänzender Teil einer medizinischen Behandlung, wenn es zum Beispiel zu schweren Schicksalsschlägen, wie Behinderungen durch Unfälle, kommt.
In vielen Fällen leiden psychisch oder physisch kranke Menschen darunter, dass sie durch ihre Krankheit zu Außenseitern wurden und gesellschaftlich isoliert sind, was wiederum zu Resignation führen kann. Bei einer Gruppentherapie treffen diese Menschen auf andere Menschen, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben und daher die Probleme eines Betroffenen besser verstehen. Auf diese Weise lassen sich Gleichgesinnte finden, Erfahrungen austauschen und gegenseitige Motivationen vermitteln, wodurch der Wille zur Heilung wieder verstärkt wird. Durch gemeinsame Aktivitäten innerhalb einer Gruppe entsteht eine Gruppendynamik, durch den auch neue Auswege aus einer Krankheit aufgezeigt werden können. Besonders bewährt haben sich Gruppentherapien, aufgrund des Gemeinschaftsgefühls, bei Alkoholkranken.
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