1. Oktober 2009
Um bestimmte Krankheiten, die durch einen Gendefekt verursacht werden, behandeln zu können, soll die Gentherapie zum Einsatz kommen. Diese befindet sich jedoch noch im Forschungsstadium.
Für die Durchführung einer Gentherapie entnimmt man dem Körper des Patienten einige seiner Zellen. Diese Zellen werden mit einem neuen, speziell behandeltem Gen versehen und kehren danach wieder in den Körper zurück. Mit Hilfe von Vektoren, so genannten Transportvehikeln oder Genfähren, die zur Übertragung von DNA in eine Empfängerzelle dienen, lässt sich eine Gentherapie auch direkt im Körper durchführen. Dabei wird das gesunde Gen in den erkrankten Körperbereich des Patienten eingesetzt, um dort seine Wirkung entfalten zu können. Um die DNA in die Zellen, die behandelt werden sollen, einzuschleusen, werden verschiedene Methoden angewandt. Am häufigsten werden so genannte Retroviren für den Transfer verwendet, die das genetische Material mit großer Wirksamkeit übertragen. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass die Transportkapazität der Retroviren begrenzt ist. Daher wird nach weiteren Möglichkeiten geforscht.
Ebenso wird nach der Möglichkeit geforscht, auch Krankheiten behandeln zu können, die nicht von Gendefekten ausgelöst werden, wie zum Beispiel HIV (AIDS) oder Gehirntumore. Erfolgreich erwies sich die Gentherapie bei der Behandlung von fortgeschrittenem Hautkrebs, durch die genetische Behandlung von Immunzellen.
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