2. Oktober 2009
Bei einer Enzymtherapie werden gezielt Enzyme zur Behandlung von bestimmten Krankheiten eingesetzt. Die Therapie kann auch zur Vorbeugung angewandt werden.
Ziel und Zweck einer Enzymtherapie ist die Beeinflussung von menschlichen Stoffwechselvorgängen durch den Einsatz von Enzympräparaten. Auf diese Weise sollen bestimmte Krankheiten behandelt werden oder eine Vorbeugung erfolgen.
Als Enzyme bezeichnet man Eiweiße, die an zahlreichen Stoffwechselabläufen im menschlichen Organismus beteiligt sind. Sie sind wie Biokatalysatoren, die bestimmte chemische Reaktionen im Körper entweder beschleunigen oder verlangsamen. Mit einer Enzymtherapie sollen Krebserkrankungen, degenerative Krankheiten oder Entzündungen therapiert werden. Auch als Vorbeugemaßnahme kann eine Behandlung mit Enzymen erfolgen.
Schon die alten Indio-Kulturen in Süd- und Mittelamerika verwendeten Enzyme aus medizinischen Gründen, indem sie bestimmte Früchte aßen, die reich an wirksamen Enzymen waren. Im 20. Jahrhundert stellte man fest, das Enzyme Auswirkungen auf Krebszellen haben. So behandelte der Forscher Max Wolf im Jahr 1939 erstmals krebskranke Patienten mit tierischen und pflanzlichen Enzymen. In den 60er Jahren wurde die Enzymtherapie weiterentwickelt. So ließen sich mit dem Enzym Streptokinase erfolgreich Blutgerinnsel behandeln. Die Enzymtherapie wird der orthomolekularen Medizin, die lebensnotwendige Substanzen verabreicht, als Teilbereich zugerechnet. In der Schulmedizin erfolgt eine Enzymtherapie vor allem dann, wenn bestimmte Enzyme nur unzureichend im Magen- und Darmtrakt vorhanden sind.
Basis der Enzymtherapie ist die Annahme, durch den gezielten Einsatz von Enzymen, negative Reaktionen des Immunsystems regulieren zu können. Krankmachende Substanzen werden durch die abbauende Wirkung der Enzyme gespalten und dadurch zerstört. Bei der Enzymbehandlung bestimmter Krebskrankheiten werden zum Beispiel Enzyme eingesetzt, die eiweißspaltend wirken. Auf diese Weise wird die Aktivität der weißen Blutzellen gesteigert und eine Ausbreitung von Tumorzellen erschwert.
Zur Anwendung kommt eine Enzymtherapie bei Entzündungen der Harnwege, der Venen, der Nasennebenhöhlen, Rheuma-Erkrankungen sowie bei Krebskrankheiten, wo sie auch vorbeugend eingesetzt wird, um der Ausbreitung von Metastasen entgegenzuwirken. Ebenso verwendet man sie unterstützend bei einer Chemotherapie oder Bestrahlung.
Die Wirksamkeit der Enzymtherapie konnte jedoch bislang nicht eindeutig bewiesen werden.
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13.01.12 | |
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14.11.11 | |
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10.11.11 | |
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