2. Oktober 2009
Bei bestimmten Erkrankungen oder Funktionsstörungen ist eine Elektrotherapie ratsam. Dabei gibt es verschiedene Behandlungsmethoden.
Zu den bevorzugten Elektrotherapien gehören die Galvanisation, die Reizstromtherapie und die Kurzwellentherapie.
1. Galvanisation
Als Galvanisation bezeichnet man eine Gleichstromtherapie. Dabei kommen konstante Ströme aus gleicher Richtung zum Einsatz. Der Strom wird entweder durch Plattenelektroden oder hydroelektrische Teilbäder solange auf den Körper übertragen, bis der Patient ein leichtes Kribbeln spüren kann.
Eine Variante der Galvanisation ist das hydroelektrische Vollbad, das auch Stangerbad genannt wird. Dabei legt sich der Patient in eine Badewanne, an deren Außenseiten einige Elektroden angebracht werden. Auf diese Weise verspürt der Körper des Patienten galvanischen Gleichstrom. Je nach Bedarf kann das Stangerbad sowohl anregend als auch dämpfend auf das zentrale Nervensystem wirken. Zur Verwendung kommt die Galvanisation vor allem, um die Durchblutung zu fördern, das Zellwachstum anzuregen oder um Schmerzen zu lindern. Die Behandlungsdauer liegt zwischen zehn und vierzig Minuten.
2. Reizstromtherapie
Die Reizstromtherapie wird eingesetzt, um durch die Zufuhr von schwachem Reizstrom geschwächte Muskeln zu stimulieren und die Muskulatur zu kräftigen. Dabei werden amplitudenmodulierte Impulsfolgen als Schwellströme eingesetzt. Die Frequenzen sind, je nach Stadium der Krankheit, unterschiedlich niedrig. Für die Prozedur werden Elektroden an den Muskeln angebracht. Die Behandlung muss sechs Wochen lang, dreißig Minuten täglich, durchgeführt werden, um erfolgreich zu verlaufen.
3. Kurzwellentherapie
Bei einer Kurzwellentherapie werden Wellen, die im Hochfrequenzbereich arbeiten, eingesetzt. Durch die kurzwellige elektromagnetische Energie wird Wärme im Körper des Patienten erzeugt. Die Auswirkung der Wärme lässt sich durch verschiedene Dosierungsstufen kontrollieren. Verwendet wird eine Kurzwellentherapie vor allem, um Erkrankungen der Atemwege oder des Bewegungsapparates zu behandeln. Die Behandlungsdauer umfasst sechs bis zwölf Behandlungen, bei denen verschiedene Wärmedosierungsstufen erfolgen. Die Dauer und die Stärke der Stromtherapie hängen von dem Stadium der Krankheit ab.
Besondere Risiken bei einer Elektrotherapie sind nicht bekannt. Allerdings wird Menschen mit Herzschrittmachern oder Insulinpumpen sowie Schwangeren von einer Elektrotherapie grundsätzlich abgeraten.
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