2. Oktober 2009
Bei bestimmten Erkrankungen oder Störungen des Immunsystems kann eine Eigenbluttherapie vorgenommen werden. Das dabei entnommene Blut wird anschließend wieder in den Körper zurückgeführt.
Vor der Anwendung einer Eigenbluttherapie muss im Vorfeld beachtet werden, dass der Patient nicht mit Blutgerinnungshemmern behandelt wurde, da dies ansonsten Komplikationen hervorrufen könnte. Ebenso sollte bei Patienten, die an Hepatitis, HIV (AIDS) oder anderen Erkrankungen leiden, die über das Blut übertragen werden, keine Eigenbluttherapie erfolgen.
Bei der Durchführung einer Eigenblutbehandlung wird in der Regel das Blut aus der Armvene entnommen. Die entnommene Blutmenge liegt, je nach Therapie, zwischen 0,5 und 5,0 Milliliter Blut. Später wird das Blut nach der Aufbereitung wieder über die Muskulatur oder die Haut in den Körper gespritzt. Der Patient sollte daher über geeignete Venen verfügen und möglichst keine Angst vor Spritzen haben, denn die Prozedur erfolgt zumeist über einen Zeitraum von 20 Wochen und wird einmal in der Woche durchgeführt.
Die einfachste Methode einer Eigenblutbehandlung ist die unveränderte Eigenbluttherapie. Dabei wird das Blut entnommen und ein paar Stunden später unter Kühlung wieder zurück in den Körper injiziert. Bei einer Therapie mit definibriniertem Eigenblut wird das Blut auf mechanische Weise zur Gerinnung gebracht. Das dabei gebildete Fibrin wird vor der Rückführung wieder entfernt. Weitere Varianten sind die Ozon-Eigenbluttherapie, bei der das Blut vor der Rückgabe mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert wird und die ultraviolett-aktivierte Eigenbluttherapie (UVE), bei der man das Blut während einer mechanischen Bewegung mit UV-C-Licht bestrahlt. Zudem werden bei einigen Eigenbluttherapien auch homöopathische Präparate hinzu gegeben. Bei Kindern wird meistens eine Eigenblutnosode vorgenommen. Dabei wird ein Tropfen Blut über die Fingerkuppe entnommen und nach einer anschließenden homöopathischen Behandlung wieder oral verabreicht.
Komplikationen bei einer Eigenbluttherapie können Infektionen mit HIV oder Hepatitis-Viren durch mangelhafte Sterilität sein. Bei Menschen, die unter Blutgerinnungsstörungen leiden, besteht die Gefahr von Abszessen oder Hämatomen (Blutergüssen). Zudem kann es durch eine Eigenblutbehandlung zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen, Fieber, Herzrasen, Nesselfieber und schlimmstenfalls zu einem allergischen Schock kommen.
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26.01.12 | |
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