Kommt es bei einem Patienten zu akutem oder chronischem Nierenversagen, wird eine Dialyse notwendig. Diese wird in einem Dialysezentrum vorgenommen.
Eine Hamödialyse erfolgt in der Regel in einem speziellen Dialyse-Zentrum. Dort stehen besonders geschulte Ärzte und medizinisches Pflegepersonal zur Verfügung. Die Dialyse muss dreimal in der Woche vorgenommen werden und nimmt etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch, sodass mit einem größeren Zeitaufwand gerechnet werden muss.
Bei der Durchführung einer Hämodialyse wird das Blut des Patienten über einen Gefäßzugang am Unterarm aus dem Körper abgeleitet. Um ausreichend Blut für die Dialyse zu gewährleisten, wird von einem Chirurgen eine Verbindung zwischen Vene und Arterie gelegt, ein so genannter Shunt. Zudem wird dadurch der ständige Anschluss an eine Dialyse-Maschine erleichtert.
Durch ein System von Schläuchen gelangt das Blut in das Dialysegerät. Dort werden die schädlichen Stoffe sowie überflüssiges Körperwasser entnommen und durch Elektrolyte (Blutsalze) wieder ausgeglichen. Über den Shunt gelangt das Blut dann wieder zurück in den Körper.
Dialysepatienten müssen während der Therapie eine strenge Diät einhalten. So dürfen Patienten, die unter Nierenschwäche leiden, nur jeweils einen Liter Flüssigkeit pro Tag aufnehmen. Außerdem muss auf kaliumhaltige Lebensmittel verzichtet werden, da zuviel Kalium zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen führen kann.
Zu den kaliumhaltigen Lebensmitteln gehören unter anderem Suppen, Obst, Obstsaft, Wein, Sekt, Nüsse, Marzipan und Schokolade.
Bei einem Verzicht auf diese Lebensmittel sind in der Regel keine weiteren Diät-Einschränkungen erforderlich. Des Weiteren muss ein Dialyse-Patient bei jeder Mahlzeit Phosphat bindene Medikamente einnehmen, um eine übermäßige Ansammlung von Phosphat im Körper zu verhindern. Ferner muss auch der Verlust an wasserlöslichen Vitaminen durch Medikamente ausgeglichen werden.
Komplikationen bei einer Blutwäsche können bei chronischen Dialyse-Patienten Spätschäden wie Herzerkrankungen, Gefäßverkalkungen sowie Schäden an den Gelenken und Knochen sein. Zudem besteht die Gefahr von Infektionen.
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