Die Dialyse ist eine Methode, um das Blut von harnpflichtigen Substanzen, Giftstoffen und überflüssigem Wasser zu reinigen. Eine Dialysebehandlung hilft Menschen, bei einem akuten oder chronischen Versagen der Nieren zu überleben.
Dialyse, häufig auch "Blutwäsche" genannt, ist ein Verfahren zur künstlichen Entfernung von Schad- und Abfallstoffen aus dem Blut bei Nierenversagen.
Die Hauptfunktion der Nieren ist die Konstanthaltung von Elektrolyt- und Wassergehalt sowie die Ausscheidung der Abbauprodukte (= Stoffwechselschlacken). Rund ein Fünftel des durch das Herz gepumpten Blutes geht in die zwei Nieren des Menschen. Diese filtern täglich bis zu 1.500 Liter Blut und reabsorbieren daraus wichtige Elemente wie Natrium, Kalium, Kalzium, Aminosäuren, Glukose und Wasser. Über den Urin scheiden sie den aus dem Proteinabbau stammenden Stickstoff in Form von Harnstoff aus, ebenso wie sonstige Mineralien-, Toxin- und Arzneiüberschüsse.
Sind die Nieren geschädigt, kann dieser Prozess nicht mehr oder nicht mehr ausreichend funktionieren. Das kann entweder abrupt (= akutes Nierenversagen) oder allmählich (= chronischer Krankheitsverlauf) geschehen. Die Schlackenstoffe sammeln sich dann im Blut an, was auf Dauer lebensgefährliche Folgen haben kann. In schweren Fällen muss die ausgefallene Nierenfunktion durch die künstliche Dialyse ersetzt werden.
Dies dauert bei akutem Nierenversagen so lange an, bis die Nieren wieder normal arbeiten. Bei chronischem Nierenversagen müssen sich die Patienten jedoch, falls sie kein Nierentransplantat erhalten können, für den Rest ihres Lebens regelmäßig Dialysen unterziehen. Grundsätzlich werden zwei unterschiedliche Dialysemethoden unterschieden.
Bei der Hämodialyse (seit etwa 1940) werden Abbauprodukte und Schadstoffe mit Hilfe einer sogenannten "künstlichen Niere" aus dem Blut gefiltert. Die Peritonealdialyse, entwickelt in den frühen 70er Jahren, hingegen verwendet mit dem Peritoneum (= Bauchfell) eine natürliche Filtermembran im Leibesinneren.
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