2. Oktober 2009
Um bestimmte Blockaden der Wirbelsäule zu lösen oder eingeklemmte Nerven zu entlasten, kann eine Chirotherapie zur Anwendung kommen. Dabei werden von dem Chiropraktiker bestimmte Handgriffe angewendet.
Vor der Anwendung einer Chirotherapie kommt es zu einer gründlichen Untersuchung und Befragung des Patienten, um festzustellen ob die Chirotherapie für die Beschwerden des Betroffenen die geeignete Maßnahme ist. Um ein genaues Bild der Beschwerden zu erhalten, werden Fragen über die Art, die Dauer und das Ausmaß der auftretenden Schmerzen gestellt. Auch Vorerkrankungen, eingenommene Medikamente, Operationen und Lebensverhältnisse des Patienten sind von Bedeutung. Anschließend wird die betroffene Stelle gründlich untersucht. In manchen Fällen werden auch Röntgenaufnahmen angefertigt.
Für die Chirotherapie, die keine Schmerzen verursacht, gibt es verschiedene Behandlungsmethoden. Dazu gehört die Manipulationsbehandlung, bei der die Flächen der Gelenke behutsam aufeinander bewegt werden, damit die betroffenen Gelenke nach ihrer Entlastung wieder die richtige Position einnehmen können. Durch das Lösen der Blockade kann es zu einem lauten Knacken kommen, das aber harmlos ist. Eine weitere Methode ist die Behandlung von Sehnen und Muskeln durch gezielte Dehnungen und verschiedene Massagen. Auch die Mithilfe des Patienten ist für die Chirotherapie von Bedeutung. So kann der Patient durch Heimübungen bestimmte Beschwerden rechtzeitig selbst beheben. Durch individuelle Übungen kann zudem neuen Beschwerden vorgebeugt werden. In manchen Fällen ist jedoch auch eine spezielle Krankengymnastik erforderlich.
Nebenwirkungen und Komplikationen treten bei einer Chirotherapie nur selten auf, vorausgesetzt, die Chiropraktik wird von einem fachkundigem Arzt oder Chirotherapeuten durchgeführt. In seltenen Fällen kann es, durch unsachgemäße Technik, zu Verletzungen von Nerven und Blutgefäßen kommen. Nicht angewendet werden darf eine Chirotherapie bei entzündlichen Erkrankungen der Wirbelsäule, einem akuten Bandscheibenvorfall oder bei Knochenschwund (Osteoporose).
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