29. März 2010
Patienten, die unter Zungenbrennen leiden, empfinden dies als sehr unangenehm. Die diesem Symptom zugrunde liegende Krankheit wird von verschiedenen Fachärzten therapiert.
Man spricht von Zungenbrennen, wenn die Zunge an einem winzigen oder auch etwas größeren Bereich brennt. Der Patient hat oft das Gefühl, als würden ihn kleine Nadeln in die Zunge pieksen. Das Brennen kann der Patient zusätzlich auch im Bereich der Lippen oder nach hinten bis zum Rachen hin spüren. Häufig ist das Zungenbrennen auch verbunden mit einer Beeinträchtigung des Geschmackssinnes. Die Patienten leiden zudem auch an einem trockenen Mund, da die Speicheldrüsen zu wenig Speichel produzieren.
Am unangenehmsten ist das Zungenbrennen für die meisten Patienten gegen Abend. Morgens sind die Beschwerden hingegen leichter erträglich.
Einige Frauen leiden während der Wechseljahre neben vielen weiteren Symptomen auch unter Zungenbrennen. Andere Patienten wiederum, bemerken neben dem Brennen auf der Zunge auch Konzentrationsstörungen, sie haben wenig Appetit, leiden häufig unter Kopfschmerzen und können schlecht schlafen.
Facharzt für die Behandlung des Zungenbrennens ist ein Zahnarzt. Der Zahnarzt untersucht die Zähne sowie evtl. vorhandenen Zahnersatz und kann so meist die Ursache des Zungenbrennens herausfinden. Sofern der Zahnarzt keine Ursache für die Beschwerden finden kann, so kann auch die Behandlung bei weiteren Ärzten wie z.B. einem Hautarzt notwendig werden. Dieser kann z.B. einen Allergietest durchführen, wenn er eine Allergie als Ursache für das Zungenbrennen vermutet. Dazu befragt er den Patienten, was dieser gegessen hat, bevor das Zungenbrennen zum ersten Mal auftrat oder welche anderen Stoffe (z.B. Piercings) die Allergie möglicherweise ausgelöst haben könnten. Mögliche Allergie auslösende Substanzen werden dem Patienten dann auf den Arm getropft und die Stellen jeweils leicht eingeritzt. So kann die Lösung unter die Haut gelangen und der Körper mit leichten Rötungen reagieren, wenn der Patient darauf allergisch ist.
Haben die Untersuchungen keine Erkrankung als Ursache für das Zungenbrennen ergeben, so kann die Zunge z.B. mit Kamillenpräparate behandelt werden. Auch die Einnahme eines Antibiotikums kann die Beschwerden lindern. Patienten, die unter Zungenbrennen leiden und die Ursache nicht erkennbar ist, sollten auf ihre Ernährung achten. Pfefferminztee sollte dabei vermieden werden, da empfindliche Menschen darauf mit den genannten Beschwerden reagieren können.
In den meisten Fällen ist das Zungenbrennen jedoch Symptom einer Krankheit. In diesen Fällen muss die Grunderkrankung therapiert werden, so dass der Patient auch vom Zungenbrennen geheilt wird.
Liegt die Ursache der Beschwerden in einem schlecht sitzenden Zahnersatz (z.B. Prothese), so korrigiert dies der Zahnarzt. Sofern ein Zahn eine kariöse Stelle hat und diese das Zungenbrennen ausgelöst hat, so bohrt der Zahnarzt und schließt den Zahn wieder mit einer Füllung.
Hat der Hautarzt eine Allergie auf Nickel diagnostiziert, so muss der Patient derartige Präparate oder Schmuck meiden, um vom Zungenbrennen geheilt zu werden. Auch Piercings im Mund sollten dann entfernt werden.
Liegen dem Symptom Zungenbrennen andere Krankheiten zugrunde, so können die Einnahme oder das Spritzen von Medikamenten und weitere Therapien notwendig werden.
Ist das Zungenbrennen auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen, so findet die Behandlung bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten statt. Dieser führt ausführliche Gespräche mit dem Patienten. Teilweise ist auch die Einnahme von Medikamenten notwendig.
Gestresste Menschen, die unter Zungenbrennen leiden, sollten Entspannungsübungen erlernen und diese regelmäßig anwenden. Wenn der Körper wieder zur Ruhe gekommen ist, verschwindet häufig auch das Zungenbrennen.
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