29. März 2010
Viele Menschen leiden im Laufe ihres Lebens irgendwann einmal unter Zahnschmerzen. Die Behandlung erfolgt dann in der Regel bei einem Zahnarzt.
Unter Zahnschmerzen können sowohl Kinder als auch Erwachsene leiden. Teilweise tritt der Schmerz ganz plötzlich und heftig auf, in anderen Fällen verschlimmern sich die Beschwerden schleichend. Die Zahnschmerzen können dabei auch durch bestimmte Nahrungsmittel wie z.B. kalte oder süße Produkte ausgelöst werden. Einige Patienten bemerken die Zahnschmerzen auch erst dann, wenn sie sich z.B. in einem Flugzeug hoch über den Wolken befinden.
Einige Patienten knirschen nachts heftig mit den Zähnen und beißen dabei fest den Ober- und Unterkiefer zusammen. Wachen die Patienten morgens auf, leiden sie häufig unter Zahnschmerzen.
Auch das Durchbrechen von Milch- und Weisheitszähnen kann Schmerzen bereiten. Babys, die zahnen, sind dann quengelig, haben teilweise Fieber und Durchfall und essen auch schlechter als sonst und das Zahnfleisch ist an der entsprechenden Stelle dick rot geschwollen. Zusätzlich läuft bei zahnenden Babys auch vermehrt Speichel aus dem Mund, so dass ihr Oberteil völlig durchnässt sein kann. Erwachsene, die ihre Weisheitszähne bekommen, können häufig auf der betroffenen Seite nicht mehr kauen. Sowohl bei Babys als auch bei Erwachsenen verschwinden die Zahnungsbeschwerden erst dann, wenn der Zahn durch das Zahnfleisch kommt. Dies kann einige Tage oder auch Wochen dauern.
Leidet ein Patient unter Zahnschmerzen, so sollte er unbedingt seinen Zahnarzt aufsuchen. Dieser untersucht die Zähne, entfernt den Zahnstein und behebt während seiner Behandlung die Ursache der Zahnschmerzen. Dazu kann es notwendig sein, dass Karies aus einem Zahn gebohrt wird und der Zahn anschließend mit einer Füllung wieder verschlossen wird. Je nachdem, wie groß das Loch ist, erhält der Patient zur Behandlung eine örtliche Betäubung, wenn er dies wünscht.
Verspürt der Patient die Zahnschmerzen aufgrund einer bakteriellen Entzündung im Mundbereich, so kann der Arzt auch ein Antibiotikum verordnen.
Konnte der Zahnarzt feststellen, dass der Patient die Schmerzen aufgrund von Zähneknirschen verspürt, so kann eine spezielle angefertigte Schiene Abhilfe verschaffen. Der Patient muss diese immer nachts tragen. Die Schiene bewirkt, dass mit Ober- und Unterkiefer nicht mehr geknirscht werden kann. Da das Zähneknirschen meist psychisch bedingt ist, sollte der Patient zusätzlich Entspannungsübungen durchführen und versuchen zur Ruhe zu kommen.
Gegen heftige Zahnschmerzen kann auch ein Schmerzmittel eingenommen werden. Medikamente lindern zwar die Schmerzen, beheben jedoch die Ursache nicht. Sie können demnach den Zahnarztbesuch niemals ersetzen.
Um Zahnschmerzen vorzubeugen, sollte man zweimal jährlich zur Kontrolluntersuchung zum Zahnarzt gehen und seine Zähne regelmäßig bei der professionellen Zahnreinigung säubern lassen. Kinder können sich ihre Zähne versiegeln lassen, so dass Karies seltener entstehen kann.
Babys, die unter dem Zahnen leiden, kann man verschiedenartige Präparate zur Linderung der Beschwerden verabreichen. So gibt es hier z.B. verschiedenartige Globuli, die u.a. Kamille enthalten. Auch eine Salbe kann direkt auf das verdickte Zahnfleisch aufgetragen werden. Zusätzlich gibt es Beißringe, die im Kühlschrank aufbewahrt werden und das Zahnfleisch kühlen, wenn das Baby darauf beißt.
Selten sind Zahnschmerzen das Symptom einer organischen Erkrankung. Die Behandlung findet dann beim Haus- oder Facharzt statt.
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