15. März 2008
Von Anne Fünfstück
Zahnschmerzen sind sehr unangenehme Beschwerden, die durch Verletzungen im Mund, Reizungen der Zahnnerven oder durch schlechte Zahnpflege entstehen können.

Sowohl schlechte als auch zu intensive Zahnpflege kann den Zahnschmelz zerstören und somit die Schutzhülle der Zähne abtragen. Die Verwendung schlechter Zahnhygienemittel wie zu harte Zahnbürsten, kristallhaltige Zahnpasta oder hochchemiekalischer Mundspülungen, kann den Zahnschmelz angreifen und die Nervenstränge freilegen. Der Trigeminusnerv der sowohl für die Zähne, als auch für die Muskulatur im Mund und die Mund- und Nasenschleimhäute zuständig ist, ist der Hauptschmerzträger bei Zahnschmerzen.
Ein besonders häufiger Auslöser von Zahnschmerzen ist Karies, das sich bei nicht ausreichender Zahnpflege durch den Zahnschmelz frisst und dort das Zahnbein – auch Dentin genannt, angreift und beschädigt. Besonders gefährdet sind beschädigte Zähne, sowie undichte Füllungen, Kronen oder Brücken, in deren Rillen sich Karies ansammeln kann um die darunter liegenden, empfindlichen Zahnüberreste anzugreifen. Auch die sehr schmerzhaften Entzündungen der Zahnwurzel oder Zahntaschen können starke Beschwerden und Beeinträchtigungen hervorrufen. Kommt es zu deren Reizung oder sogar Vereiterung, ist ein Zahnarztbesuch unumgänglich. Im Falle einer Zahnfehlstellung oder dem Austritt der Weisheitszähne, ist dringend ein Kieferorthopäde anzuraten. Dieser kann durch den Einsatz von Zahnspangen oder der Entfernung der schmerzverursachenden Zähne eine Linderung und Begradigung der Zahnstellung erreichen. Durch die Behebung von Zahnfehlstellungen wird eine Entspannung im Kiefer erreicht und die Schmerzen werden aufgehoben.
Andere Zahnbeschwerden werden meist durch Druckausübung, Hitze, Kälte oder die Berührung mit Zucker oder sauren Stoffen wie in Zitrusfrüchten spürbar. Ein meist strak ziehender Schmerz ist die Auswirkung dieser Beschwerden und kann sogar bis zu anhaltenden Kopfschmerzen führen. Tiefe Vereiterungen und Entzündungen werden auch oft durch ein pulsieren des Zahnes und der Zahntaschen spürbar. Bei akuten Zahnbeschwerden sollte der Betroffene unverzüglich einen Zahnarzt aufsuchen um die Schmerzen behandeln zu lassen. Ist dies so schnell nicht möglich, kann man vorübergehend auch selbstständig gegen die Schmerzen vorgehen. Durch die äußere Kühlung der betroffenen Stelle, den Einsatz von Kamillenextrakten und Schmerzmitteln, können Entzündungen gehemmt und Schmerzen gelindert werden. Körperliche Anstrengung und der Konsum von Alkohol, Nikotin oder anderen nichtmedizinischen Betäubungsmitteln führt wiederum zur Verschlimmerung des Zustandes und sollte dringend vermieden werden.
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