29. März 2010
Zahnfleischbluten ist ein häufiges Symptom aus der Zahnheilkunde. Facharzt für die Behandlung ist der Zahnarzt.
Patienten, die unter Zahnfleischbluten leiden, bemerken dies, wenn sie z.B. von einem Brot oder Apfel abbeißen und sich dann an dieser Stelle eine rötliche Färbung befindet. Häufig tritt das Zahnfleischbluten auch beim Zähneputzen auf. Die Betroffenen bemerken dies dann an rotem Zahnpastaschaum oder einer leichten Blutspur beim Ausspülen. Neben dem Bluten ist das Zahnfleisch auch dick rot geschwollen und kann bereits bei der leichtesten Berührung schmerzempfindlich sein.
Die Behandlung von Zahnfleischbluten erfolgt beim Zahnarzt. Dieser untersucht die Zähne und das Zahnfleisch und fragt den Patienten, wann und wie häufig das Zahnfleisch blutet. Zusätzlich prüft der Zahnarzt auch, ob sich am Zahnfleisch so genannte Zahnfleischtaschen gebildet haben. Dazu benutzt er ein Instrument, mit dem die Tiefe dieser Zahnfleischtasche messen kann. Auch eine Röntgenaufnahme wird durchgeführt, sofern keine Schwangerschaft vorliegt. Vermutet der Zahnarzt eine organische Ursache des Zahnfleischblutens, so wird der Patient zu seinem Hausarzt geschickt. Dort werden das Blut und die Organe des Patienten untersucht.
Um das Zahnfleischbluten zu behandeln, muss der Zahnarzt die Ursache herausfinden. Nur dann ist eine langfristige Heilung möglich. Gegen akutes Zahnfleischbluten gibt es diverse Mundspülungen, die mehrmals täglich verwendet werden können. Ist die Patientin, die unter Zahnfleischbluten leidet, schwanger, so genügt dies meist als Therapie. Jedoch verordnet der Zahnarzt in diesem Fall spezielle Mundspülungen, die dem ungeborenen Baby nicht schaden. Das Zahnfleischbluten verschwindet von selbst wieder, wenn sich die hormonelle Situation der Frau geändert hat (meist nach der Entbindung).
Häufig hilft auch das Wechseln der Zahnbürste, um das Zahnfleischbluten zu stoppen. Ist das Zahnfleisch empfindlich und die Zahnbürste zu hart, so kann dies zu Zahnfleischbluten führen. Sowohl elektrische Zahnbürsten als auch herkömmliche Zahnbürsten können als Sensitiv-Produkt mit weichen Borsten verwendet werden.
Im Rahmen seiner Behandlung entfernt der Zahnarzt auch Zahnstein an den Zähnen und lässt von seiner Assistentin eine professionelle Zahnreinigung durchführen, bei der ältere Beläge von den Zähnen entfernt werden.
Hat die Untersuchung des Zahnarztes ergeben, dass ein Zahnersatz wie z.B. eine Krone schlecht im Kiefer sitzt, so muss dies korrigiert werden, um das Zahnfleischbluten zu stoppen.
Haben die Untersuchungen beim Hausarzt eine Krebserkrankung ergeben, so kann eine Chemo- oder Strahlentherapie bzw. eine Operation notwendig werden, um den Tumor zu entfernen. Ist der Patient von seiner Krebserkrankung geheilt, so verschwindet in der Regel auch das Zahnfleischbluten wieder.
Konnte der Arzt erhöhte Blutzuckerwerte feststellen, so muss der Patient eine Diät einhalten und regelmäßig seine Blutzuckerwerte selbst kontrollieren. Je nachdem, wie hoch die Ausgangswerte waren, muss der Patient Tabletten einnehmen oder Insulin spritzen, um die Glucosewerte im Blut zu senken.
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