17. November 2007
Bei einer Entzündung des Zahnfleisches, die sich unter anderem durch Schmerzen, Reizbarkeit, Schwellungen, Wucherungen, Rötungen oder Verfärbungen äußern kann, kann es bereits bei geringer Berührung zu Blutungen kommen. Für das Zahnfleischbluten können verschiedene Gründe in Frage kommen.

Bilden sich neben den Blutungen so genannte Zahnfleischtaschen aus, so ist dies eine Vorstufe zur Parodontose. Diese Erkrankung entsteht bei einer Vernachlässigung der Zahnhygiene durch bakterielle Zahnplaque. Die von den Bakterien ausgeschiedenen Gifte siedeln sich im Zahnfleisch an und führen so zu einer Entzündung, die sich zunächst durch einen Rückgang des Zahnfleisches äußert. Im weiteren Verlauf kann eine Zahnlockerung zu einem dauerhaften Verlust des Zahns führen. Um dieses zu vermeiden, sollte die Mundhygiene nicht vernachlässigt werden und regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt stattfinden, um eventuelle Frühstadien zu erkennen und rechtzeitig mit der Behandlung beginnen zu können.
Ein weiterer Grund ist eine Senkung des Gerinnungsfaktors im Blut durch Leberschäden oder etwa die Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten. Hier können schon kleinste Verletzungen im Mundraum zu Blutungen führen.
Oft entsteht Zahnfleischbluten in der Schwangerschaft, bedingt durch den starken Hormonwechsel im Körper, der auch die Mundschleimhaut beeinflusst. Diese Form der Blutungen ist jedoch harmlos und verschwindet nach der Geburt.
Ein weiterer Faktor für Blutungen im Mundraum über Zahnfleischentzündungen bis hin zum Zahnverlust kann schwerer Vitamin C-Mangel sein, der entweder durch Fehlernährung oder durch eine Magen-Darm-Erkrankung, welche die Vitaminabsorption verhindert, entstehen kann.
Nicht jede Ursache muss krankheitsbedingt sein. Zu harte Zahnbürsten, falsch sitzende und drückende Prothesen sowie Zähneknirschen können ebenfalls zu Zahnfleischbluten führen. In jedem Fall ist der Zahnarzt die erste Anlaufstelle, da er die genaue Ursache diagnostizieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann, wie beispielsweise eine Parodontosebehandlung. Bestehen andere Gründe als zahnmedizinische für die Blutungen, wird eine Überweisung zu einem entsprechenden Facharzt vorgenommen. Um das gereizte Zahnfleisch vorläufig ein wenig zu beruhigen, können entzündungshemmende Mundspülungen (z.B. mit Kräutern wie Kamille oder Salbei) angewendet werden.
Nun ist ja schon seit längerem bewiesen, dass regelmäßiges Kaugummi kauen für die Zähne eine postive Wirkung haben soll. Ich bin mir aber imme...
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