Wundschmerzen - Ursachen und Behandlung

Wundschmerzen können am gesamten Körper auftreten. Es gibt jedoch diverse Maßnahmen, um den Schmerz zu lindern.

Die Entstehung von Wundschmerzen und wie man sie behandeln und lindern kann

Ursachen

Wundschmerzen treten beispielsweise dann auf, wenn die Haut (z.B. aufgrund eines Sturzes) nur leicht abgeschürft ist. Bei schweren Stürzen, durch die ein Knochenbruch verursacht wurde, leidet der Patient ebenfalls unter Wundschmerzen.

Nach einer Operation wird die Wunde mit Klammern oder mehreren Stichen verschlossen. An dieser Stelle kann sich ein Wundschmerz entwickeln. Entzündet sich die Wunde mit Bakterien, so verschlimmern sich die Beschwerden.

Wundschmerzen treten zum Beispiel nach einer Weisheitszahn-Operation auf, wenn die Betäubung nachlässt. Auch wenn sich die Wunde nach einer anderen Zahnoperation entzündet, so führt dies zu Wundschmerzen im Mund.

Der Schock, am eigenen Körper tiefe Wunden zu sehe, sorgt für einen stärkeren Wundschmerz, was belegt, dass der Wundschmerz auch psychische Ursachen hat.

Phantomschmerzen

Wundschmerzen entstehen auch an amputierten Gliedmaßen, am so genannten Stumpf. Diese können durch eine frisch angepasste Prothese entstehen oder auch bis zum endgültigen Abheilen der Operationswunde zu spüren sein.

Viele Patienten mit einer Amputation leiden noch lange Zeit unter den so genannten Phantomschmerzen. Die Patienten spüren dann Schmerzen in einem Bereich, der eigentlich nicht mehr vorhanden ist, da er zuvor amputiert wurde.

Komplikationen

Mitunter ist eine negative Beeinträchtigung des Wundheilungsprozesses möglich. Vor allem bei ausgedehnten Wunden besteht die Gefahr, dass sich Granulationsgewebe bildet, was wiederum den Heilungsverlauf negativ beeinflusst.

Wird die Wunde einseitig gelagert, führt dies nicht selten zur Bildung eines schmerzhaften Druckgeschwürs. Darüber hinaus ist es möglich, dass die Wunde von schädlichen Keimen heimgesucht wird, was zu einer Wundinfektion sowie zur Verschlimmerung der Wundschmerzen führt.

Im schlimmsten Fall sind sogar ein lebensgefährlicher Wundstarrkrampf (Tetanus) oder eine Blutvergiftung (Sepsis) möglich, wenn bestimmte Bakterien in die Wunde gelangen. Aus diesem Grund sollte eine frische Wunde stets gut desinfiziert werden.

In manchen Fällen kann eine akute Wunde einen chronischen Verlauf nehmen, wodurch auch die Wundschmerzen länger andauern. Nicht selten bleiben nach der Heilung von größeren Wunden Narben

zurück.

Wundschmerzen oft von langer Dauer

Viele Patienten die werden nach Operationen, Verletzungen und Verbrennungen stark in ihrem Leben eingeschränkt und können kaum etwas tun. Der Alltag wird von Wundschmerzen bestimmt und oft kommt es zu psychischen Problemen.

Viele Patienten berichten, dass sie nach Operationen oder Verletzungen kaum Schmerzen haben und erst nach 12 bis 24 Stunden der Punkt erreicht wird wo der Schmerz unerträglich wird. Häufig geht der Wundschmerz über die tatsächliche Wunde weit hinaus und die umliegenden Regionen sind stark vom Schmerz betroffen. Verstärkt wird der Schmerz häufig, wenn Patienten das Ausmaß ihrer Verletzunge

n sehen.

Verstärktes Schmerzempfinden

Das Wissen, dass der Körper verletzt ist und man durch eine Wunde eingeschränkt wird, sorgt dafür, dass Verletzungen häufig zum Mittelpunkt der Gedanken werden. Gerade nach Operationen oder Unfällen bei denen absolute Bettruhe notwendig ist, steigern sich Patienten häufig in den Wundschmerz und empfinden den Schmerz als heftiger als er eigentlich ist.

Dies zeigt sich auch darin, dass es immer wieder Patienten gibt, die selbst auf starke Schmerzmittel wie Tramal kaum eine Linderung verspüren oder die Wirkung laut Aussage von Patienten nur kurze Zeit anhält. Auch Studien zeigen, dass das Schmerzempfinden psychische Ursachen hat. Zum Teil wurden Gruppen gebildet und starke Schmerzmittel wurden einer Gruppe verabreicht, während die andere Gruppe nur Ersatzstoffe bekam und beide Gruppen hatten vergleichbare Schmerzen.

Wann zum Arzt?

Nach Verletzungen oder chirurgischen Behandlungen sind Wundschmerzen nicht weiter ungewöhnlich. Bessern sich die Beschwerden jedoch nach einigen Tagen nicht oder verschlimmern sich sogar noch, muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Nach einer Operation oder größeren Verletzung ist ohnehin eine ärztliche Kontrolle notwendig, damit es nicht zu Komplikationen oder Wundinfektionen kommt.

Psychologen sollten immer dann in Anspruch genommen werden, wenn die Wundschmerzen dauerhaft stark bleiben und sich Patienten durch den Wundschmerz stark beeinträchtigt fühlen. Wer lernt den Wundschmerz loszulassen, wird sehr schnell merken, dass der wirkliche Schmerzgrad oft sehr viel niedriger ist als man ihn empfunden hat. Zum Teil quälen sich Patienten unnötig lange mit Wundschmerzen und sollten sich deshalb ärztlichen Rat holen.Zum Inhaltsverzeichnis

>