15. März 2010
Wadenkrämpfe haben unterschiedlichste Ursachen. Nicht immer muss auch eine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken.
Ein Wadenkrampf entsteht dann, wenn ein Muskel in der Wade sich zusammenzieht und nicht wieder entspannt. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn der Patient einen Elektrolytmangel hat. Dieser Mangel an Magnesium und Kalzium tritt auf, wenn der Mensch besonders viel schwitzt (daher leiden die meisten Patienten vorwiegend im Sommer unter Wadenkrämpfen). Schwangere Frauen benötigen mehr Magnesium und erleiden daher häufig ebenfalls während dieser Zeit einen Elektrolytmangel und demnach Wadenkrämpfe. Ein Elektrolytmangel entsteht auch, wenn der Mensch zu wenig trinkt, wenn die Patienten bestimmte entwässernde Medikamente einnehmen oder nach einer schweren Magen-Darm-Grippe.
Patienten, die aufgrund einer psychischen Erkrankung (z.B. Bulimie oder Magersucht) hungern oder andere Menschen, die sich wegen einer Diät falsch ernähren, können dadurch einen Magnesiummangel verursachen. Dieser Magnesiummangel führt wiederum zu Wadenkrämpfen.
Diverse Medikamente können als Nebenwirkung Wadenkrämpfe verursachen. Dazu zählen z.B. Medikamente, die während der Chemotherapie verabreicht werden.
Diabetiker bemerken zudem auch gehäuft nächtliche Wadenkrämpfe.
Patienten mit schweren Nierenerkrankungen, die regelmäßig zur Dialyse müssen, leiden ebenfalls häufig unter Wadenkrämpfen.
Auch Krampfadern können Wadenkrämpfe verursachen.
Selten kann ein Wadenkrampf auch ein Hinweis auf eine Thrombose sein.
Die Ursache von Wadenkrämpfen kann auch eine Mangeldurchblutung im Bein, die so genannte pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) sein.
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