15. März 2010
Fast die Hälfte aller Menschen leiden irgendwann einmal unter Wadenschmerzen. Die Schmerzen können auf verschiedene Art und Weise therapiert werden.
Patienten, die einen Wadenkrampf haben, haben Schmerzen im Unterschenkel eines Beines. Meistens tritt ein Wadenkrampf nur einseitig, selten beidseitig auf. Der Unterschenkel fühlt sich in diesem Bereich hart an, da der Muskel verhärtet ist. Ein Wadenkrampf kann sich auch von der Wade bis nach unten zum Fuß ziehen, so dass der krampfartige Schmerz dann sogar bis zu den Zehen reichen kann. Die Patienten können dann nicht mehr richtig auftreten. Typisch für einen Wadenkrampf ist, dass er häufig nachts und in den warmen Monaten des Jahres auftritt. Sportler können jedoch auch während körperlicher Bewegung darunter leiden.
Bei der Therapie des Wadenkrampfes unterscheidet man die Behandlung eines akuten Wadenkrampfes von der vorbeugenden Behandlung zur Vermeidung weiterer Wadenkrämpfe.
Wer unter einem akuten Wadenkrampf leidet, sollte sich hinsetzen und die Zehen des schmerzenden Beines mit beiden Händen umfassen, das Bein vorsichtig ausstrecken und gleichzeitig die Zehen zu sich herziehen. Dadurch dehnt man den Wadenmuskel.
Eine weitere Möglichkeit, den Krampf in der Wade zu lösen, besteht darin, sich zu bewegen und bewusst fest auf den Boden aufzutreten. Auch warmes Wasser kann den Krampf lösen.
Patienten, die regelmäßig unter Wadenkrämpfen leiden, sollten dies ärztlich abklären lassen. In diesem Fall können auch andere Krankheiten dahinter stecken. Der Arzt fragt den Patienten, wie häufig die Wadenkrämpfe auftreten, wann und in welchem Bereich der Patient die Schmerzen verspürt und ob der Patient Medikamente einnimmt. Dann führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch und nimmt Blut ab.
Patienten, die häufig unter Wadenkrämpfen leiden, haben meist einen Elektrolytmangel. Dies kann der Arzt durch die Blutuntersuchung feststellen. Die Elektrolytwerte (Magnesium und Kalzium) sind dann erniedrigt. In diesem Fall kann der Patient Magnesium in Form von Tabletten oder Brausetabletten einnehmen, um den Mangel wieder auszugleichen.
Wenn die Wadenkrämpfe als Nebenwirkung eines Medikamentes auftreten, so wird der Arzt versuchen, ein gleichwertiges Medikament ohne diese Nebenwirkung zu verordnen, sofern dies möglich ist.
Haben die Untersuchungen eine Nierenerkrankung ergeben, so kann es notwendig werden, dass der Patient an die Dialyse angeschlossen wird. Bei der Blutwäsche wird das Blut des Patienten künstlich mit einer Maschine gereinigt und so die Arbeit der Nieren übernommen. Im schlimmsten Fall kann eine Organtransplantation notwendig werden, bei der der Patient eine Spenderniere erhält.
Haben die Blutuntersuchungen zu hohe Glucosewerte im Blut ergeben, so leidet der Patient an Diabetes mellitus. Je nach Höhe der Werte müssen diese mit Tabletten oder durch das Spritzen von Insulin gesenkt werden. Der Patient muss von nun an regelmäßig seine Blutwerte kontrollieren.
Leidet ein Patient unter Krampfadern und deshalb unter den Wadenkrämpfen, so richtet sich die Therapie nach der Art der Krampfadern und vor allem wie stark sie ausgeprägt sind. Der Patient sollte sich viel bewegen. Besonders geeignet sind Schwimmen und Fahrrad fahren. Zusätzlich sollten auch die Beine regelmäßig hochgelegt werden. In der Apotheke sind diverse Präparate in Form von Salben, Kapseln und Tabletten zur Behandlung von Krampfadern erhältlich. Es kann auch notwendig werden, die Krampfadern zu veröden oder diese operativ zu entfernen.
Bei einer Thrombose treten ebenfalls Wadenkrämpfe auf. Dem Patienten wird dann ein Blut verdünnendes Medikament gespritzt. Auch eine Operation kann notwendig werden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
03.05.12 | |
![]() | WADENKRäMPFE |
24.04.12 | |
![]() | WADENKRäMPFE |
22.03.12 | |
![]() | WADENKRäMPFE |
02.03.12 | |
![]() | WADENKRäMPFE |
21.02.12 | |
![]() | WADENKRäMPFE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Wadenkrämpfe Forum

