15. März 2010
Viele Kinder und Jugendlichen leiden unter Wachstumsschmerzen. Liebevolle Betreuung hilft hier oftmals mehr als starke Medikamente.
Unter Wachstumsschmerzen leidet etwa jedes dritte Kind. Diese Schmerzen können während der gesamten Wachstumsphase, also vom Kleinkind bis zum Jugendlichen, auftreten. Das Charakteristische dieser Schmerzen ist, dass sie nur abends, vor allem jedoch nachts während des Schlafens auftreten. Viele kleine Kinder wachen dann schreiend auf und haben große Schmerzen in einem oder beiden Beinen. Wie lange die Schmerzen andauern, ist von Kind zu Kind verschieden. Die einen bemerken die Schmerzen nur wenige Minuten lang, die anderen bis zu einer Stunde. Wo genau sich der Hauptschmerzpunkt befindet, können die Kinder oftmals nicht erklären. Der Schmerz kann auch wandern und sich dann an verschiedenen Stellen befinden. Besonders wenn sich die Kinder tagsüber viel bewegt haben, können sie nachts unter den Wachstumsschmerzen leiden. Während der Bewegung bemerken die Kinder jedoch keine Schmerzen.
Kinder, die nachts schreiend und weinend aufwachen, sollten zuerst liebevoll beruhigt werden. Besonders kleine Kinder können meist nicht genau sagen, was ihnen fehlt und wo sich der Schmerz befindet. Es gibt jedoch einige Maßnahmen, um den Kindern Erleichterung zu verschaffen. Dazu gehört z.B. das Einreiben der Beine mit Johanniskrautöl. Auch bestimmte homöopathische Globuli oder Schüssler-Salze können den Kindern verabreicht werden. Auch eine Wärmflasche, die auf das betroffene Bein gelegt wird, kann den Kindern Linderung verschaffen. In jedem Fall sollte man sich liebevoll um sie kümmern. Allein die Betreuung reicht oftmals aus, dass die Schmerzen leichter zu ertragen sind.
Helfen diese Maßnahmen nicht oder sind sich die Eltern nicht sicher, ob es sich wirklich "nur" um Wachstumsschmerzen handelt, so sollte ein Arzt aufgesucht werden. Der Kinderarzt untersucht das Kind und nimmt Blut ab. Im Rahmen der Untersuchungen schließt der Arzt andere Erkrankungen aus.
Wachstumsschmerzen sind harmlos und müssen nicht behandelt werden, wenn das Kind nicht darunter leidet. Der Arzt kann in diesem Fall eine spezielle Salbe verordnen, die nachts auf die Beine gerieben wird. Auch die Einnahme von Magnesium-Brausetabletten wird von vielen Kinderärzten bei Wachstumsschmerzen empfohlen. Schmerzmittel in Form von Zäpfchen oder einem Saft können ebenfalls verschrieben werden.
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