Wissenschaftlern der Universität Western Ontario in Kanada ist es abermals gelungen, mit Wachkomapatienten auf einfache Art zu kommunizieren. Darüber berichtet das Fachmagazin "The Lancet" in seiner neuesten Ausgabe. Die Kanadier wenden ein Elektro-Enzephalogramm (EEG) an und messen die Hirnströme von Wachkomapatienten, nachdem sie etwa dazu aufgefordert wurden, sich vorzustellen, dass sie die rechte Hand heben. Bei drei von 16 Wachkomapatienten zeigten sich daraufhin im EEG die gleichen Gehirnströme wie bei den 16 gesunden Kontrollpersonen, die die selbe Aktion durchführen sollten.
Die kanadischen Wissenschaftler fordern, die EEG-Methode weltweit einzusetzen, weil sie viele Menschenleben retten könnte. Sie betonten, dass diese Methode nicht nur viel kostengünstiger sei als das MRT-Verfahren (MRT= Magnetresonanztomograf), sondern auch bei Metallteilen im Körper angewednet werden könnte, was beim MRT nicht geht. Viele Wachkomapatienten wären aufgrund von Autounfällen im Krankenhaus und hätten daher auch oft Metallteile im Körper, so die Forscher. Die bildgebende MRT-Methode ist offenbar die gängige Praxis bei der medizinischen Beurteilung von Wachkomapatienten.
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